China brachte am 19. August den zivilen Kommunikationssatelliten Zhongxing-18 in einen geostationären Transferorbit. Im Westen ist dieses Raumfahrzeug auch bekannt unter der Bezeichnung Chinasat-18. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 eingesetzt. Startort war der Weltraumbahnhof Xichang in Zentralchina.

Die Startmission begann um 14:03 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 2 des Zentrums. 25 Minuten später wurde das Raumfahrzeug von der dritten Stufe der Trägerrakete auf dem vorgesehenen Orbit abgesetzt. Das Perigäum betrug 228 Kilometer, das Apogäum 35.879 Kilometer und die Bahnneigung zum Äquator 28,4 Grad. Schon kurz nach der Trennung von Satellit und Oberstufe kam die Nachricht einer nicht näher spezifizierten Anomalie. Erste Vermutungen wiesen darauf hin, dass einer der beiden Solargeneratoren die erste Öffnungsphase (bei der nur ein Paneel weggeklappt wird) nicht erfolgreich absolviert hat.

Chinasat-18 basiert auf dem DFH-4 Satellitenbus. Er soll für eine große Palette an Telekommunikationsdienstleistungen einsetzt werden, wie Fernsehen, Telefonservice, Radio und Internet. Für diesen Zweck ist Chinastar 18 mit 30 Ku-Band-Transpondern und 14 Ka-Band MSS-Spotbeams ausgerüstet. Der Zentralkörper des Satelliten isst 2,36 x 2,10 x 3,60 Meter groß. Die Startmasse beträgt 5.200 Kilogramm. Die Solarzellen-Ausleger stellen eine Leistung von 10,5 Kilowatt zur Verfügung, davon sind 8 Kilowatt alleine für die Nutzlast bestimmt. Das Raumfahrzeug ist für eine Service-Lebensdauer von 15 Jahren ausgelegt. Die DFH-4 Satelliten gehören zur dritten Generation chinesischer Kommunikationssatelliten.

Bild: Chinasat-18 bei den Startvorbereitungen; Credit: ChinaNews