Am 5. Februar scheiterte auch der zweite iranische Versuch innerhalb von nur drei Wochen, einen Satelliten in einen Erdorbit zu bringen. Dieses Mal war eine Trägerrakete des Typs Safir am Fehlschlag beteiligt. Der Satellit "Dousti" der Technischen Universität Sharif ging verloren. Dousti ist 52 Kilogramm schwer und sollte Erdbeobachtung mit einem Auflösungsvermögen von 30 Meter pro Bildpunkt durchführen.

Diesen Start versuchte der Iran, im Gegensatz zur Mission von vor drei Wochen mit einer Simorgh-Rakete, wieder geheim zu halten. Die Startanlage in der Provinz Semnan ist allerdings unter täglicher Beobachtung durch zivile Erdbeobachtungssatelliten wie etwa World View 3. Deren Bilder zeigten die Rakete am 5. Februar noch auf der Rampe, während am 6. Februar am Launch Pad Rauchspuren und abgelaufenes Wasser zu erkennen sind. Zusätzlich hatte der iranische Informations- und Kommunikationsminister Mohammad Javad Azar Jahromi den Start am 4. Februar als "bald bevorstehend" gemeldet.

Eine erfolgreiche Mission Anfang Februar hätte eine gute propagandistische Begleitung zum 10. Jahrestag des Starts des ersten iranischen Satelliten (Omid) und dem 40jährigen Jubiläum der Islamischen Revolution abgegeben. Dies dürfte auch der Hintergrund der beiden - nach einer vierjährigen Pause - so kurz hintereinander angesetzten Starts vom 15. Januar und vom 5. Februar sein. Man hoffte wohl, dass zumindest eine der beiden Missionen gelingen würde. Man kann somit davon ausgehen, dass bis zum nächsten Startversuch nun wieder eine ganze Weile vergehen wird.

Bild: Safir-Trägerrakete (Archivbild); Credit: Iranian Defense Ministry