Am 11. Januar führte SpaceX beim ersten Start des Unternehmens im Jahre 2019 gleichzeitig auch die achte und letzte Mission zur Stationierung der Iridium NEXT-Konstellation durch. Damit hat SpaceX in den letzten zwei Jahren 75 Satelliten dieses Typs in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Die erste Startmission war am 14. Januar 2017 erfolgt.

Startort war, wie jedesmal bei Flügen für Iridium, die Anlage SLC-4E der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Falcon 9 Block 5 eingesetzt. Deren erste Stufe, das Core 1049.2, hatte zuvor am 10. September 2018 bereits Telstar 18V von Cape Canaveral aus in den Orbit gebracht. Es war das 19. Mal, dass SpaceX eine "gebrauchte" Rakete verwendete, und es war das 33. Mal, dass die Landung einer Erststufe nach einem Einsatz gelang.

Wie immer war auch bei dieser Mission die zweite Stufe des Trägers neu. Die zweite Stufe ist derzeit nicht für eine Wiederverwendung ausgelegt. Die erste Stufe dagegen wurde erneut geborgen. Sie landete auf dem SpaceX-Bergungsschiff "Just read the instructions", das 250 Kilometer von Vandenberg entfernt im Pazifik stationiert war.

Der Start erfolgte um 16:31:33 Uhr mitteleuropäischer Zeit in einem als "instantanous"  bezeichneten Startfenster. Das heißt, die Rakete musste zu einem genau berechneten Startfenster pünktlich auf die Sekunde genau starten. Andernfalls wäre eine Verschiebung von mindestens einem Tag nötig gewesen. Der exakte Startzeitpunkt war notwendig, um die korrekten Einschussparameter für die Bahnebene 3 des Iridium-Netzes zu treffen. Die Satelliten der Konstellation sind auf insgesamt sechs verschiedene Bahnebenen verteilt. Die erzielte Bahn lag in 625 Kilometern Höhe bei einer Inklination von 86,66 Grad. Jeder der zehn Satelliten wies eine Startmasse von 860 Kilogramm auf

Iridium hat für die Durchführung der acht Starts insgesamt 492 Millionen Dollar an SpaceX bezahlt. Dabei wurden insgesamt 75 Satelliten in den Orbit gebracht. 66 Satelliten sind nötig, um das Netz lückenlos zu betreiben. Somit sind neun Einheiten als so genannte "in-orbit-spares" im Erdorbit "geparkt". Insgesamt hat Iridium aber 81 Satelliten bei Alcatel gekauft. Damit bleiben sechs Einheiten als Reserve auf der Erde und werden im Bedarfsfall einzeln gestartet.

Bild: Missionsemblem von Iridium für die Iridium NEXT Mission VIII; Credit: Iridium