Der massive Ausbau der chinesischen Erdbeobachtungskapazitäten aus dem Weltraum geht weiter. Am 31. März startete China drei weitere Satelliten der Gaofen-1 Reihe. Startort war der Weltraumbahnhof von Taiyuan, im Norden Chinas. Es war der zehnte Orbitalflug Chinas in diesem Jahr. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 4C eingesetzt. Diese Trägerrakete ist nahezu identisch mit der Langer Marsch 4B. Der einzige Unterschied besteht in einer längeren Nutzlastverkleidung.

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SpaceX führte am 30. März erfolgreich den fünften Start für die Errichtung der Iridium NEXT Konstellation durch. Wie bei den vier vorausgegangenen Missionen befanden sich auch dieses Mal zehn der Kommunikationssatelliten an Bord der Falcon 9-Trägerrakete. Und auch dieses Mal wurde der Start von der Luftwaffenbasis Vandenberg aus durchgeführt. Insgesamt wird SpaceX acht Flüge für Iridium Communications und ihre Iridium NEXT Konstellation durchführen.

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Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1v brachte am Abend des 29. März eine nicht näher spezifizierte militärische Nutzlast in die Umlaufbahn. Der Start erfolgte vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetzk. Es war der insgesamt vierte Einsatz einer Rakete dieses Typs. Das Raumfahrzeug erhielt nach dem erfolgreichen Start die Bezeichnung „Kosmos 2525“, die allerdings nichts über den Einsatzzweck aussagt und lediglich eine allgemeine militärische Zählnummer darstellt.

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Am 29. Februar brachte China die insgesamt 30. und 31. Flugeinheit der Beidou-Navigationssatellitenkonstellation in den Orbit. Die Starts dieser Satelliten erfolgen in enger Taktung. Jeden Monat wird derzeit ein neues Paar in die Umlaufbahn geschickt. Die erste Beidou-Mission des Jahres 2018 fand am 11. Januar statt, das zweite Paar startete am 12. Februar. Insgesamt will China bis zum Ende des Jahres nicht weniger als 18 neue Raumfahrzeuge in die Beidou-Konstellation einfügen. Die beiden neuen Satelliten tragen die Bezeichnungen Beidou 3 MEO-9 und MEO-10. Die Nummerierung gibt nicht die Zählnummer des Satelliten wieder, sondern bezieht sich auf die Fertigungsnummer des jeweiligen Herstellers. Beim aktuellen Start handelt es sich also um die Flugeinheiten 9 und 10 der chinesischen Akademie der Wissenschaften, die einer der beiden Produzenten von Beidou-Satelliten ist.

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