Bei der zweiten Mission innerhalb von weniger als 24 Stunden brachte China am 9. Juli einen Beidou-Navigationssatelliten auf eine geostationäre Transferbahn. Als Trägerrakete wurde die dreistufige Langer Marsch 3A eingesetzt. Startort war der zentralchinesische Weltraumbahnhof Xichang. Es war dies der 32. Beidou-Satellit seit dem Jahre 2000, die bereits siebte Beidou-Einheit in diesem Jahr und es war bereits die 20. Mission in diesem Jahr.

Der Start erfolgte um 22:58 Uhr mitteleuropäischer Zeit, entsprechend 4:58 Uhr Pekinger Zeit am 10. Juli. Die Trägerrakete lieferte das Raumfahrzeug auf einer elliptischen Erdumlaufbahn mit einem Perigäum von knapp 200 Kilometern und einem Apogäum von 35.780 Kilometern ab. Die Bahnneigung zum Erdäquator betrug 55,1 Grad. In den nächsten Wochen wird der Beidou-Satellit seinen Bordantrieb einsetzen, um eine kreisförmige Umlaufbahn über dem Äquator anzusteuern.

Der neue Satellit trägt die Bezeichnung Beidou 2 IGSO 7, ist eine Einheit der zweiten Generation und wird ein älteres Modell ersetzen. China startet gelegentlich auch bereits Navigationssatelliten der dritten Generation.

Nach Fertigstellung der Konstellation im Jahre 2020 wird das System insgesamt 35 Satelliten umfassen. 27 davon werden sich dann auf mittelhohen Erdorbits in etwa 21.000 Kilometern Erdabstand befinden, fünf in kreisförmigen geostationären Orbits und drei in inklinierten geostationären Orbits. Auch beim aktuellen Start handelt es sich um ein Raumfahrzeug das für einen inklinierten Orbit bestimmt ist.

Bild: Start der Langer Marsch 3A mit Beidou 2 IGSO 7; Credit: ChinaNews