Iranischer SatellitDie Startfrequenz iranischer Satelliten nimmt zu. Nur acht Monate nach der bislang letzten Mission hob in den frühen Morgenstunden des 3. Februar vom nordiranischen Versuchsgelände in der Provinz Semnan eine Trägerrakete  des Typs „Safir“ mit dem Erdbeobachtungssatelliten Navid-e Elm-o Sanat ab. Mit einem Gewicht von 50 Kilogramm handelt es sich dabei um das bislang schwerste Raumfahrzeug, das der Iran in den Weltraum brachte.

Dieser Start war die vierte Satellitenmission des Landes und die dritte erfolgreiche. Zuvor war ein Startversuch im August 2008 gescheitert, während die Starts am 2. Februar 2009 und am 15. Juni 2011 erfolgreich waren.  Dieses Mal wurde offensichtlich eine verbesserte Version der Safir eingesetzt. Die zuvor verwendeten Varianten wären nicht in der Lage gewesen, einen Satelliten mit einem Gewicht von 50 Kilogramm zu starten.

Die Mission begann um 1:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Träger setzte das Raumfahrzeug auf einer elliptischen Erdumlaufbahn mit einem niedrigsten Bahnpunkt von 275 Kilometern und einem höchsten Bahnpunkt von 370 Kilometern aus. Nachdem er nicht zu eigenen Antriebsmanövern in der Lage sein dürfte, wird er nur wenige Wochen in der Umlaufbahn verbleiben und dann in der Erdatmosphäre verglühen. Hier Filmaufnahmen vom Starts http://bit.ly/xrBoV9 und den Startvorbereitungen des Satelliten.

Als Trägerrakete wurde dabei eine verbesserte Version der Safir 1B eingesetzt. Möglicherweise wurde erstmals eine dritte Stufe eingesetzt oder Verbesserungen an der zweiten Stufe vorgenommen. Die Erststufe der Safir basiert auf der Mittelstreckenrakete vom Typ Shahab 3 . Diese wiederum auf der nordkoreanischen Nodong-1.

Einen Bericht zum Thema Raumfahrt im Iran finden Sie auch hier: http://bit.ly/AeFhvJ