Startvorbereitung src=images/stories/2012/01/startvorbereitung.jpgNun hat auch Russland seinen ersten Orbitalstart des Jahres erfolgreich absolviert. Kurz nach Mitternacht (0:06 Uhr mitteleuropäischer Zeit) startete eine Trägerrakete des Typs Sojus U vom Weltraumzentrum Baikonur und lieferte neun Minuten nach dem Verlassen der Startrampe das unbemannte Nachschubraumschiff Progress M-14 in einem ersten Übergangsorbit ab.

Von dieser Anfangsbahn aus erfolgt nun der Anflug zur Internationalen Raumstation. Das Anlegemanöver an der ISS ist dann fast auf die Minute genau 48 Stunden nach dem Start geplant. Es soll am Samstagmorgen um 0:08 Uhr stattfinden. Die dafür vorgesehene Anlegestelle ist das russischen Pirs-Modul. Dieser Dockingknoten an der ISS war bis zum 23.1. noch von Progress M-13M besetzt.

In der Terminologie der ISS-Flüge hat die Mission die Bezeichnung 46P. Das Raumfahrzeug soll bis ende April an der Raumstation verbleiben.

Progress M-14M bringt etwa 2.6 Tonnen Nachschubgüter zur Station. Darunter 1,2 Tonnen Ersatzteile, Nahrungsmittel, Kleidung und Experimente, fast eine Tonne Treibstoff und gut 400 Kilogramm Sauerstoff und Wasser.

Progress M-14M eröffnet eine Serie von insgesamt fünf unbemannten Starts, mit denen Russland im Laufe des Jahres die Versorgung der Raumstation mit Nachschubgütern sicherstellen will. Diese Flüge sind im April, im Juli, im Oktober und im Dezember geplant. Dazu kommen noch vier bemannte Sojus-Missionen.

In der Raumstation ist derzeit die Expedition 30 im Einsatz. Sie besteht aus dem Kommandanten Daniel Burbank von der NASA, dem amerikanischen Bordingenieur Don Pettit, dem ESA-Astronauten André Kuipers aus Holland sowie den russischen Kosmonauten Anton Shkaplerow, Anatoly Iwanishin und Oleg Kononenko.