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Der bemannte Testflug des SpaceX-Crew Dragon endete so reibungslos wie er begonnen hatte. Schon der Beginn der Mission verlief so gut, dass anstelle des Einsatzes, der nur für eine Dauer von wenigen Tagen angesetzt war, vorübergehend sogar eine Verlängerung auf über 100 Tage ins Auge gefasst wurde. Daraus wurden am Ende 65, welche Doug Hurley und Bob Behnken - beides erfahrene Astronauten - dazu nutzen, die ISS-Mannschaft tatkräftig zu unterstützen. Behnken führte in dieser Zeit nicht weniger als vier Außenbordmanöver durch.

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Die russische Proton-Trägerrakete ist in die Jahre gekommen. Ihre notorische Unzuverlässigkeit macht sie bei westlichen Kunden, die früher vor allem auch von ihrem niedrigen Startpreis beeindruckt waren, zusehends unbeliebter. Zu ihren besten Zeiten führte sie bis zu einem Dutzend Starts pro Jahr durch. Diese Zahl nahm in den letzten Jahren ständig ab. In diesem Jahr gibt es nur eine einzige Mission für diesen einstigen Standardträger, und die fand am 30. Juli statt. Insgesamt war dies die 110. Mission einer Proton M, die ihren Erstflug im April 2001 hatte und von denen nicht weniger als 12 als Misserfolg endeten.

Weiterlesen: Proton M führt längsten Start der Raumfahrtgeschichte durch

Nach der Raumsonde „Hoffnung“ der Vereinigten Arabischen Emirate und der chinesischen Orbiter/Lander-Kombination „Tianwen 1“ befindet sich nun auch der US-Rover Perseverance auf der sieben Monate dauernden Reise zum Roten Planeten. Der Start an Bord einer Atlas 5 541 von der Luftwaffenbasis Cape Canaveral aus verlief problemlos. Die Landung soll, wenn es beim Transfer zum Mars keine Probleme gibt, am 18. Februar 2021 im Jezero-Krater erfolgen.

Weiterlesen: Perseverance & Ingenuity auf dem Weg zum Mars

China brachte am 25. Juli den dritten Erdbeobachtungssatelliten der Ziyuan-3 (ZY-3) Reihe in den Orbit. Die Mission nahm am nordchinesischen Satellitenstartzentrum Taiyuan ihren Anfang. Als weitere Passagiere waren noch zwei Technologiesatelliten mit an Bord der Rakete, als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 4B eingesetzt, und zwar die 45. Einheit dieser Baureihe.

Weiterlesen: Langer Marsch 4B bringt Ziyuan 3-3 in den Orbit

Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos hat am 23. Juli ein Nachschubraumschiff zur Internationalen Raumstation entsandt. Nach einem schnellen Rendezvous mit dem Außenposten – der Anflug dauerte nur etwa drei Stunden – schien es kurzfristig, als stünde das Anlegemanöver kurz vor dem Scheitern. Ein Software-Problem an Bord des Raumfrachters sorgte für spannungsgeladene Momente, als das Raumfahrzeug nur wenige Meter vor der Station vom vorgesehenen Flugpfad abwich.

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China brachte am 23. Juli eine sehr ambitionierte interplanetare Raumflugmission auf den Weg zum Roten Planeten. Es ist die erste eigenständige Mission Chinas zum Mars. Der Name des Raumfahrzeugs ist Tianwen-1 und entspricht der Vorliebe Chinas, Raumfahrzeugen eine poetische Benennung zu geben. Der Begriff bedeutet „Fragen an den Himmel“ und stammt aus einem Gedicht des altchinesischen Poeten Qu Yuan, in dem er eine Reihe von Fragen über den Himmel, die Sterne und andere Naturphänomene stellt. Tianwen-1 ist die zweite von drei Raumsonden, die in diesen Tagen zum Mars gestartet werden. Vor vier Tagen brachten die Vereinigten Arabischen Emirate bereits den Orbiter „Al Almal“ auf die Transferbahn und in einer Woche soll der US-Rover Perseverance folgen.

Weiterlesen: Tianwen-1 ist auf dem Weg zum Mars

SpaceX brachte am 20. Juli im Auftrag von Lockheed Martin den militärischen Kommunikationssatelliten ANASIS-II (für: Army/Navy/Air Force Satellite Information System 2) in eine geostationäre Transferbahn. Lockheed hatte den Satelliten im Rahmen eines militärischen Kompensationsgeschäftes bei Airbus in Toulouse für das südkoreanische Militär bestellt und den gesamten Vorgang auch organisatorisch abgewickelt.  Neben diesem verwickelten wirtschaftlichen Geschäft brachte die ANASIS-II Mission eine ganze Reihe raumfahrttechnischer Erstleistungen mit sich.

Weiterlesen: SpaceX startet ANASIS-II für Südkorea

Zum ersten Mal seit drei Jahren war am 15. Juli wieder eine Rakete aus der Minotaur-Serie für einen Orbitaleinsatz unterwegs. An Bord des vierstufigen Feststoffträgers befanden sich insgesamt vier Nutzlasten, die gemeinsam die Mission NRO-L129 bildeten. Ihr Einsatzzweck blieb geheim, wie nicht anders zu erwarten war, beim Auftraggeber der Mission, dem National Reconnaissance Office (NRO) der USA.

Weiterlesen: Minotaur nach langer Pause wieder im Einsatz

Die Anzahl gescheiterter Orbitalmissionen liegt bereits im Juli deutlich über dem normalen Jahresschnitt. Am 10. Juli hat nun auch die chinesische Kuaizhou-11, kurz auch als KZ-11 bezeichnet, ihren Beitrag zu dieser ungünstigen Startstatistik geliefert. Es ist der dritte chinesische Fehlstart in diesem Jahr und der insgesamt sechste weltweit bei bislang 51 Flügen. Die beiden Satelliten an Bord, Jilin-1 Gaofen 02E und Centispace 1-2S sind ein Totalverlust.

Weiterlesen: Erstflug der Kuaizhou-11 scheitert