Der Abendstern Venus; Credit: MOZProf. Dieter B. Herrmann wirft auch 2012 monatlich einen Blick in die Sterne und erklärt in alphabetischer Reihenfolge Himmelsphänomene, die wir beobachten können. Der auffällige Stern, den er diesmal beschreibt, ist verwirrenderweise manchmal auch der Morgenstern und genau genommen gar kein Stern, sondern ein Planet.

D. B. Herrmann erklärt die möglichen Positionen der Venus
Venus-Transit 2004

Aber nicht einmal irgendeiner, sondern der Schwesterplanet unserer Erde: die Venus. Sie ist fast gleich groß wie die Erde, hat sogar eine Lufthülle und eine Wolkendecke, weshalb wir ihre Oberfläche mit optischen Teleskopen nicht beobachten können. Dennoch ist sie alles andere als einladend, für uns Menschen ja geradezu lebensfeindlich. Am Himmel ist sie jedoch ein sehr hübscher Anblick. Dieter B. Herrmann erklärt anschaulich, weshalb wir sie immer nur entweder am Band oder am Morgen beobachten können, niemals aber in der Nacht. Geübte Himmelsbeobachter mit viel Erfahrung können auch tagsüber ihr Glück versuchen.

Derzeit ist die Venus am Abendhimmel zu sehen, aber auch Jupiter, zu späterer Stunde auch Mars und gegen Morgen Saturn sind zu beobachten.

Der Winterhimmel bietet eine Anzahl sehr prächtiger Sternbilder: Orion, Stier, die Zwillinge und viele weitere. Da die Nächte derzeit besonders lang sind, müssen wir nicht lange und ungeduldig warten, bis wir sie beobachten können. Zwar laden die Temperaturen nicht gerade zu einem Aufenthalt im Freien ein, doch die Pracht des Winterhimmels entlohnt reichlich für die Strapazen, die wir auf uns nehmen. Zur Beobachtung brauchen Sie kein Fernrohr, auch mit einem kleinen Fernglas entdeckt man schon eine Menge an Sternhaufen und hübschen Objekten, wenn man nur weiß, wo danach zu suchen ist. Eine Hilfe bietet das Buch "Himmelsblicke", in dem die Informationen aus den Videokolumnen der letzten beiden Jahre ausführlich nachzulesen sind.

Alle Videokomumnen sind hier verlinkt.