Dieter B. Herrmann - Credit: Märkische Oder ZeitungIm April steht die Sonne im Sternbild Widder und erreicht später das Sternbild Stier. Gut zu beobachten ist daher ein Sternbild auf der anderen Seite des Tierkreises. Etwa um Mitternacht ist das die Jungfrau (lat. Virgo), wie Dieter B. Herrmann in seiner aktuellen Ausgabe der Videokolumne "Herrmanns Himmelsblicke" beschreibt.

Als Jungfrau ist dieses Sternbild nicht leicht zu erkennen, und auch die Darstellung auf Sternkarten ist unterschiedlich. Der Hauptstern der Jungfrau, Spica, ist ein Doppelsternsystem. Weil die beiden Sterne einander regelmäßig bedecken, schwankt die Helligkeit von Spica, dies ist jedoch mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Spica ist auch einer der heißesten Sterne, die wir im Universum kennen.

Für Beobachter mit Fernrohren birgt die Jungfrau ein Schmuckstück, das mit bloßem Auge nicht sichtbar ist: der Virgohaufen, eine große Ansammlung von mindestens 1300 Galaxien. Obwohl dieser Haufen weit entfernt ist - 65 Millionen Lichtjahre - zählt unsere Galaxis, die Milchstraße zu eben dieser Galaxienansammlung dazu!

Der Planet Saturn steht der Sonne am Himmel genau gegenüber in der Jungfrau und ist daher ebenfalls gut zu beobachten. Da er sehr hell leuchtet, fällt er Himmelskundigen auch leicht auf. Weil der Ring derzeit sehr flach erscheint, leuchtet Saturn nicht so hell, wie er eigentlich könnte, ist aber dennoch eines der hellsten Himmelsobjekte in seiner Umgebung.

Die ganze Videokolumne sehen Sie hier; Ein Überblick zu den Himmelsblicken ist hier zu sehen.