D. B. Herrmann; Credit: MOZDer Große Hund, den Dieter B. Herrmann im Monat Dezember vorstellt, ist bereits seit der Antike bekannt. Im Gegensatz zum Orion, der im Januar vorgestellt wurde, steht er sehr tief. Auffällig ist es aber dennoch, weil darin der hellste Fixstern des Himmels steht. Der Stern Sirius ist auch noch aus einem anderen Grund bemerkenswert: er besitzt einen Begleiter, von dem man schon wusste, bevor man ihn beobachten konnte.

Der deutsche Astronom Friedrich Wilhelm Bessel schloss im Jahr 1845 aus den Bewegungen des Sternes Sirius, dass dieser noch einen Begleiter haben müsse. Dieser wurde 1865 dann auch tatsächlich entdeckt und stellte sich als weißer Zwerg heraus.

Von den Planeten ist Jupiter weiterhin fast die ganze Nacht über gut zu sehen, geht aber schon etwas früher unter. Dafür ist die Venus am Morgenhimmel zu sehen. Um den 4. Dezember strahlt sie in ihrem größten Glanz - im Fernrohr ist sie da als beeindruckende Sichel zu sehen. Rechts darüber steht der Planet Saturn, ebenfalls ein lohnendes Ziel mit dem Fernrohr.

Am 22. Dezember beginnt der Winter, an diesem Tag ist der kürzeste Tag des Tages, an dem die Sonne am tiefsten steht. Danach werden die Tage wieder länger. Am Morgen davor findet eine Mondfinsternis statt. Leider steht der Mond bei Eintritt in den Kernschatten schon sehr tief und geht noch vor Beginn der Totalität unter.

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