Herrmanns Himmelsblicke; Credit: Märkische Oderzeitung MOZIm November beschreibt der Astronom Dieter B. Herrmann in seiner monatlichen Videokolumne das Sternbild Perseus. Zusammen mit den anderen Sternbildern, die in den letzten Monaten beschriebenen wurden, ist Perseus in eine gemeinsame Sagenwelt eingebunden. Perseus ist der strahlende Held, der Medusa um einen Kopf kürzer machte, mit diesem das Untier, dem Andromeda geopfert werden sollte, außer Gefecht setzte und so die Schöne befreite. Soweit so gruselig.

Dieter B. Herrmann; Credit: Märkische Oderzeitung MOZAm Himmel sieht die Sache schon viel weniger blutrünstig aus. Perseus steht hoch über dem Horizont gleich neben dem Himmels-W Kassiopeia.

Das Medusenhaupt ist nichts weiter als der veränderliche Stern Algol, dem man durchaus ins Auge blicken kann und sollte. An diesem kann man nämlich schon mit bloßem Auge sehr schön seine Helligkeitsveränderung in nur wenigen Tagen, etwa am 18., 19. und 20. November, beobachten. Physikalisch gesehen ist Algol ein Doppelstern, dessen Komponenten einander regelmäßig bedecken.

Der Planet Jupiter ist nach wie vor die ganze Nacht über sichtbar, bekommt aber am Morgenhimmel Konkurrenz von der Venus, die ebenfalls wieder sichtbar wird, und ein kleines Stückchen rechts oberhalb der Venus ist Saturn zu erkennen.

Auch Sternschnuppen kann man mit Glück um den 17. und 18. November beobachten: die Leoniden.

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