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Credit: D. B. Herrmann / MOZ - Märkische OderzeitungDie Kassiopeia ist eigentlich zu jeder Zeit des Jahres zu beobachten, aber am Abendhimmel steht sie im Herbst besonders günstig. Auf jeden Fall ist sie sehr leicht erkennbar, weil ähnlich auffällig wie der große Wagen. Grund genug für Prof. Dieter B. Herrmann ihr eine seiner Videokolumnen zu widmen.

Die auffällige Sterngruppe erinnert an ein lateinisches "W" und ist zu finden, wenn man abends vom östlichen Horizont nach oben, fast bis zum Zenit blickt.

In der Mythologie ist Kassiopeia die Mutter der Andromeda, und ihre Eitelkeit hat ihre Tochter in die mießliche Lage gebracht, dem Walfisch (die Griechen wussten noch nicht, dass Wale Säugetiere sind) geopfert zu werden. Doch vor diesem Schicksal bewahrt sie ein strahlender Held, der ebenfalls als Sternbild verewigt ist: Perseus.

Die Spitze in der Mitte weist auf ein Objekt, das nur mit dem Fernrohr zu sehen ist: den Überrest einer Supernova, die von Tycho Brahe beobachtet wurde. Supernova bedeutet "neuer Stern", was der Natur dieser Objekte aber nicht gerecht wird. In Wahrheit sind Sterne, die am Ende ihres Lebens, wenn ihr Kernbrennstoff zur Neige geht, explodieren. (siehe auch SuperNova, 11. Oktober 2010, 21:30 Uhr)

Von den Planeten ist vorwiegend Jupiter zu beobachten, der so hell leuchtet, dass er praktisch nicht zu übersehen ist. Da die Nächte wieder länger werden, aber noch nicht so kalt sind, ist der Herbst auf jeden Fall eine gute Gelegenheit einen Blick (oder mehrere Blicke) in die Sterne zu werfen!

Dieter B. Herrmanns Videokolumne finden Sie hier.