Moon Landing; Credit: Edward Valigurski Der Sciencefiction- Kurzgeschichten- Wettbewerb ist vorbei. Die Sieger stehen fest. Die Vorbereitungen für die Preisverleihung am 28. November im DLR Raumfahrtzentrum in Oberpfaffenhofen bei München laufen auf vollen Touren.

Sie erinnern sich: wir suchten ambitionierte Autorinnen und Autoren, die in Kurzgeschichten ihre Vorstellung von der Raumfahrt bis zum Jahre 2100 entwickeln sollten. Gibt es dann schon permanente Forschungsstationen auf dem Mond, Linienflüge zum Mars, Weltraumyachten oder 5-Sterne-Hotels in der Erdumlaufbahn?

Commercial Rocket; Credit: Doug BirkholzDer Sciencefiction- Kurzgeschichten-Wettbewerb ist eine Initiative des deutschen Vereins zur Förderung der Raumfahrt (VFR e.V.). Das deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und ASTRIUM, die Raumfahrtsparte des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS tragen diesen Wettbewerb mit und beteiligen sich als Co-Sponsoren. Das Astronomie- und Raumfahrtportal Orion förderte das Vorhaben mit seiner Medienwirksamkeit und mit der Beteiligung des Orion-Gründungsmitglieds Eugen Reichl als Mitglied der Jury. Maria Pflug-Hofmayr (Nox) schrieb seinerzeit den Einführungsbeitrag "Wir hassen es, wir lieben es",  der in den Fach-Foren eine lebhafte Diskussion zu diesem Thema auslöste.

Blicken wir noch einmal kurz auf die Regeln des Wettbewerbs:

Im Vordergrund stehen sollte dabei die - zumindest theoretische - Durchführbarkeit eines technischen Unterfangens auf Grundlage des heutigen Standes in Naturwissenschaft und Technik. Immer öfters findet sich ja in den Buchhandlungen unter dem Label "Science Fiction" ausschließlich reine Fantasy. Dies wollten wir hier nicht.

Vielmehr sollten sich die Stories an der klassischen technischen Science Fiction mit moderatem Zukunftshorizont orientieren. An Autoren wie Jules Verne, Herbert G. Wells, Hans Dominik, Stanislav Lem, Isaac Asimov oder Arthur Clarke. Sie sollten auf konkreten Aufgabenstellungen der Gegenwart basieren und versuchen, diese mit den technischen und sozialen Möglichkeiten der drei kommenden Generationen zu lösen.

Der Umfang der Beiträge sollte 20.000 Anschläge nicht überschreiten. Wichtigste Auswahlkritierien waren Stil, Spannung, Originalität und technischer Realismus.

46 regelkonforme Einsendungen erreichten uns, davon acht aus Österreich. Mehr als wir uns für diesen ersten Wettbewerb - der von nun an alljährlich stattfinden soll - erhofft hatten.

In den kommenden Tagen wird der Orion besten Beiträge in absteigender Reihenfolge vorstellen. Quasi die Hitliste unseres Wettbewerbs. Morgen beginnen wir mit dem Beitrag "Mordsaussichten" von Tanja Kummer aus Waiblingen bei Stuttgart, dem Platz 10 in unserer Wertung.

Astra