Header

Spaceshuttle Atlantis; Credit: NASAIn wenigen Tagen wird nach 30 Jahren Einsatz zum letzten Mal eine US-Raumfähre in den Orbit starten. Derzeitiger Termin für den Abschiedsflug ist der 8. Juli 2011, 11:26 Ortszeit (entsprechend 17:26 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit). Die Geschichte des Shuttle ist geprägt von großen Erfolgen, aber auch von dramatischen Rückschlägen. Die am Programm Beteiligten sehen den Abschied der Raumfähren mit Wehmut und mit Sorge um ihre persönliche Zukunft. An den NASA Standorten verlieren jetzt Tausende von Menschen ihre Arbeit.

Viel erreicht

  • Ohne das Space Shuttle Programm würde es die Internationale Raumstation nicht geben. Großteleskope wie Hubble, Compton oder Chandra wären nie in den Weltraum gebracht worden. Raumsonden wie Magellan, Galileo und Ulysses wären am Boden geblieben, und das europäische Weltraumlabor Spacelab hätte man ohne den Shuttle nie gebaut.

  • Der erste Westdeutsche flog mit dem Shuttle in den Orbit, der erste Niederländer, der erste Kanadier, der erste Bürger Saudi Arabiens, der erste Mexikaner und noch viele andere „Erste“.

  • Die Shuttles transportierten 793 Menschen in den Orbit. Sie umkreisten die Erde 21.000 Mal und legten dabei eine Entfernung zurück, die der zum Planeten Jupiter entspricht.

  • Die US-Raumfähren waren für eine ganze Generation das Synonym für bemannte Raumfahrt. Sie inspirierten sogar Literatur und Film. Eine breite Öffentlichkeit begegnete ihnen beispielsweise in Filmen wie "Armageddon" oder dem James-Bond-Streifen "Moonraker".

  • Die Shuttles waren aber auch der Beweis für die Gefährlichkeit der bemannten Raumfahrt. Zwei von ihnen scheiterten. Auf dem Weg in den Orbit explodierte die Raumfähre Challenger 1986 und riss ihre gesamte Besatzung, 7 Menschen, in den Tod. 2003 starben ebenfalls alle 7 Besatzungsmitglieder, als die Columbia beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerbrach und verglühte.

  • Am 8. Juli ist es laut Angaben der NASA nun endlich soweit: das Spaceshuttle-Programm und damit der nicht unbeträchtliche Beitrag der USA zur bemannten Raumfahrt findet sein Ende. Die Raumfähre Atlantis soll der allerletzte Shuttle sein, der jemals starten wird.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der letzte Countdown - eine Situationsanalyse

Commander Chris Ferguson und seine Crew donnern in der Raumfähre Atlantis in den Himmel über Florida, und die Dinge laufen schlecht. Sehr schlecht sogar. In der Kabine hat sich ein Leck gebildet, und die Luft entweicht, eines der redundanten Stromnetze hat sich verabschiedet, in einem der drei Triebwerke lässt sich der Schub nicht mehr regeln, und ein weiterer Motor ist eben ausgefallen. Der Kühlkreislauf hat seinen Geist aufgegeben und im rechten Triebwerk, das eben noch als einziges einwandfrei funktionierte, kommt es nun zu einem Heliumleck. Der Brennkammerdruck ist labil. Chris Ferguson und sein Pilot Jim Boe führen einen verbissenen Kampf gegen die sich anbahnende Katastrophe. Eines ist klar: Sie müssen die Mission abbrechen. Doch werden sie überleben?

Die Atlantis bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 16.000 Kilometern pro Stunde in einer Höhe von 100 Kilometern und 300 Kilometer nordöstlich des Kennedy Space Center. Das ist zu schnell, zu hoch und zu weit weg, um umzukehren und wieder in Florida zu landen. Ferguson muss eine schnelle Entscheidung treffen, und sie fällt zugunsten eines "Abort once-around". Wenn jetzt kein weiterer Defekt mehr auftritt, dann reicht die Energie für 90 Prozent einer einzelnen Erdumkreisung und einer anschließenden Landung in Kalifornien, gut 100 Minuten nach dem Start.

Die Atmosphäre im Missionskontrollraum in Houston ist angespannt aber dennoch ruhig. Der Kurs des Shuttles ist dort auf einem gigantischen Bildschirm mit roten Punkten markiert. Den Astronauten verbleiben nur noch Sekunden, um ihre Flugbahn anzupassen. Wenn sie jetzt einen Fehler machen, sind sie verloren…

Nein, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Wir beschreiben hier keine reale Mission. Vielmehr war es das letzte "Full Dress Rehearsal", also die Generalprobe, für den definitiv allerletzten Shuttle-Start der NASA am 8. Juli. Die Simulatortechniker hatten für die Mannschaft der Mission STS 135 noch einmal das volle Programm an Gefahren in die Übung hineingepackt.

"Leute, ich könnte nicht mehr stolz auf euch sein. Ihr habt heute einen exzellente Arbeit geleistet!", ruft Flugdirektor Richard Jones zum Abschluss in sein Mikrophon. Damit meint er alle, die hier und heute ein letztes Mal eine Shuttle-Startsimulation durchführen: Die Missionscontroller an ihren Konsolen, die Ingenieure in den Back-rooms, und die Shuttle-Crew selbst.

Verlust tausender Arbeitsplätze

Manch einer arbeitet hier schon seit 20 oder mehr Jahren. Fast alle werden sie nun innerhalb der nächsten Wochen ihre Papiere bekommen und gehen müssen. Die NASA braucht keine Shuttle-Trainer mehr, sie braucht keine Missionskontroller und keine Leute, welche die ganze Technik der Simulatoren und Überwachungsgeräte instand halten. Etwa 2.500 Ingenieure, Angestellte und Arbeiter haben in den letzten Wochen bereits das Johnson Space Center verlassen. 2.000 weitere werden gehen, sobald die Atlantis von ihrer Mission zurückkehrt. Zehntausend haben an anderen NASA-Standorten bereits ihre Marschbefehle erhalten, vor allem am Cape in Florida, von wo die Shuttles starteten.

Seit Anfang der 80er Jahre stand für jede Crew, die das Training beendet hatte, schon die nächste Mannschaft in der Warteschlange. Doch mit dieser hier, der Besatzung von STS-135, endet diese lange Reihe jetzt nach drei Jahrzehnten.

Die Raumfähren waren für den Großteil der Mitarbeiter ihr Leben, und die NASA würde gerne nach der letzten Mission eine Feier für das "Lebenswerk" des Shuttles durchführen - darunter die Errichtung des teuersten Bauwerks aller Zeiten, der Internationalen Raumstation ISS, die Starts der Weltraumteleskope Chandra, Compton und Hubble sowie der Raumsonden Galileo, Ulysses und Magellan.

Aber den Veteranen steht nicht der Sinn nach Feiern. Der ehemalige NASA-Manager George Mueller, der "Vater des Spaceshuttles", der den Politikern nach dem Apollo-Programm das Shuttle schmackhaft machte, ist mit seinen 92 Jahren noch rüstig und reist viel herum. Aber so wie es aussieht, wird er es nicht über sich bringen, beim Start der Atlantis zur letzten Mission des Programms mit dabei zu sein. "Trotz meines Alters kann ich mich nicht recht für Beerdigungen begeistern", meinte er dazu knurrig.

Ein paar feiern dennoch, wie vor ein paar Tagen die Leute vom "White Sands Space Harbour" in New Mexico. Kaum jemand weiß, dass es in den USA nicht nur zwei, sondern drei Landestellen für den Shuttle gibt. Das mag daran liegen, dass diese dritte Bahn bei all den Shuttle-Missionen nur ein einziges Mal genutzt wurde, und das war schon ganz zu Beginn des Programms. Damals, am 30. März 1982, bei der dritten Shuttle-Mission, stand die vorgesehene Bahn der Edwards-Luftwaffenbasis in Kalifornien unter Wasser, und an die kniffligen Landungen am Kennedy Space Center wagte man sich noch nicht heran.

Ein paar NASA-Manager aus Houston und eine Handvoll Astronauten fanden sich jedenfalls bei einer inoffiziellen Zeremonie am 13. Juni in White Sands ein. Jeder der Mitarbeiter bekam ein eingerahmtes Zertifikat, ein Polohemd und eine Baseballmütze. Zwischen dem 20. und 22. Juli stehen sie noch einmal in Bereitschaft, für den eher unwahrscheinlichen Fall, dass der Shuttle bei ihnen landen muss. Im August wird die Anlage dann geschlossen. Die meisten haben sich schon nach neuen Jobs umgesehen. Fast keiner in der Raumfahrt.

Ersatz lässt auf sich warten

Den Rückzug des Shuttles aus dem aktiven Dienst hatte schon Präsident George W. Bush im Jahre 2004 angeordnet. Er bot aber immerhin ein Ersatzprogramm an, die "Vision for Space Exploration", die den schönen Namen "Constellation" trug und aus vier Säulen bestand: Den beiden Trägerraketen Ares 1 und Ares 5, dem bemannten Mondlander Altair und dem bemannten Raumschiff Orion. Letzteres sah zwar eher aus wie eine mit Anabolika hochgepäppelte Apollo und nicht wie der elegante Shuttle, aber immerhin hatte Bush große Pläne damit. Orion sollte seine ersten Flüge 2012 oder 2013 machen, zunächst Astronauten zur Raumstation bringen und danach, wie Bush emphatisch sagte, zu "anderen Welten aufbrechen". Zum Mond, wo ab 2020 eine bemannte Basis entstehen sollte, und dann zum Mars, den man spätestens 2030 erreichen wollte.

Es war eine der ersten Amtshandlungen des neuen Präsidenten Obama, das Projekt in Bausch und Bogen einzustampfen. Zu teuer, zu ambitioniert in ihren Zielen, aber technologisch eher "retro" und vor allem: von Bush.

In der Zwischenzeit rettete die NASA mit Hilfe des Kongresses, der mit Obamas Entscheidung ganz und gar nicht einverstanden war, das Orion-Raumschiff aus der Asche des Constellation-Programms und präsentierte es der Öffentlichkeit unter neuem Namen. Es hat nun die wenig aufregende Bezeichnung "Multi Purpose Crew Vehicle". Mehrzweck-Mannschaftstransporter also. Das klingt nicht gerade nach den Weiten des unendlichen Raums.

Aber auch mit seiner neuen, nüchternen Bezeichnung, kann Orion die weit klaffende, zeitliche Lücke zwischen dem Rückzug des Shuttles und dem neuen Transportsystem nicht füllen. Es ist eher ein Hinweis für den Zustand, in dem sich die NASA derzeit befindet. Sie entwickelt zwar auf Sparflamme ein bemanntes Raumfahrzeug, hat aber dafür gar keine Trägerrakete zur Verfügung. Auch das hat inzwischen der Kongress erkannt und nun - gegen Obamas Widerstand - auch die Entwicklung eines neuen Großträgers angeordnet. Doch all dieses Gerät ist erst in vielen Jahren einsatzbereit.

Bis dahin, aber auch danach, soll es nach Obamas Willen die Privatindustrie richten. Bis etwa 2015, so hofft man, können wieder US-Astronauten von amerikanischem Grund und Boden zur eigenen Immobilie in den Weltraum starten. Bis dahin sind die US-Astronauten, genauso wie Europäer und Japaner, zahlende Gäste bei den Russen.

Im Mai, als die USA den 50. Jahrestag ihres ersten Raumflugs begingen, verfassten Neil Armstrong und Gene Cernan, der erste und der letzte Mensch auf dem Mond, zusammen mit Jim Lovell (der zweimal zum Mond flog, aber dort nie landete) einen offenen Brief an die NASA. Darin erklärten die drei: "Das bemannte Raumflugprogramm der NASA ist in einem chaotischen Zustand. Nirgendwo zeichnet sich ein klares Konzept ab." Und weiter: "Nach einem halben Jahrhundert bedeutender Fortschritte existiert heute kein stimmiger Plan mehr, wie man die in der Vergangenheit erlangte Führungsposition in die Zukunft tragen kann."

Sie nahmen dabei auch Bezug auf Präsident Kennedys poetische Bezeichnung des Weltraums aus dem Jahre 1961, den er als den "Neuen Ozean" bezeichnete und fügten hinzu: "50 Jahre lang befuhren wir seine Wasser und führten die Welt bei der Erforschung des Weltraums. Heute ist diese Reise vorbei. Präsident Kennedy wäre bitter enttäuscht."

Ganz vorbei ist die Reise natürlich nicht. Eine Handvoll US Astronauten wird auch in Zukunft in den Orbit fliegen. Allerdings nur mit Unterstützung der Russen, des einstigen Erzrivalen im Weltraumrennen. Der ist inzwischen im Kapitalismus angekommen und lässt sich die Transporte der US-Astronauten fürstlich bezahlen.

Vor zwei Jahren, als der Shuttle noch regelmäßig flog, lag der Preis für jeden in einer Sojus transportierten Amerikaner bei 20 Millionen Dollar. Dieser Tage ist er, wer will es den Russen verdenken, auf 63 Millionen Dollar pro Sitz gestiegen. Wohl dem, der ein Monopol hat. Wir Europäer brauchen darüber nicht zu lächeln. Zerstritten wie wir sind, haben wir uns nie auf die Entwicklung eines bemannten Raumtransportsystems einigen können, obwohl es gut innerhalb der technologischen Reichweite Europas ist. Der Lohn: Wir zahlen nun die selben steil steigenden Preise wie die Amerikaner.

Nun werden also nicht mehr 30 oder 35 Amerikaner pro Jahr in den Weltraum fliegen wie bisher, sondern nur noch drei oder vier.

"The Gap"

Es wird eine lange Lücke geben zwischen dem letzten Shuttleflug und dem ersten bemannten Flug eines neuen Systems. In US-Raumfahrtkreisen spricht man schaudernd von "The Gap", als sei es der Titel eines Horrorfilms. So eine Pause hat es allerdings schon einmal gegeben. Es war die Zeit zwischen dem 24. Juli 1975, als die letzte Apollo von der gemeinsamen sowjetisch-amerikanischen Apollo-Sojus-Mission zurückkehrte, und dem 12. April 1981, als die Raumfähre Columbia zu ihrem Erstflug startete. Doch damals hatte man immerhin ein Konzept, wie es weitergehen soll.

Die Crew der Atlantis hat derweil ihr Training, das letzte des gesamten Shuttle-Programms, abgeschlossen. Der 49-jährige Kapitän zur See, Christopher Ferguson, der 45jährige Oberst der US-Marines, Doug Hurley, die 46-jährige Radarspezialistin, Dr. Sandy Magnus und der 48-jährige Luftwaffenoberst, Rex Walheim, machen sich dieser Tage auf nach Cape Canaveral, um mit der Atlantis die letzte Reise des Shuttle-Programms in den Orbit anzutreten.

Sandy Magnus ließ kürzlich wissen, wie sehr es sie berührt, ihr Leben in die Hand von Menschen zu geben, die unmittelbar nach dem Ende ihres Fluges die Entlassungspapiere bekommen werden. Nach der Landung der Atlantis, am Schluss ihrer zwölftägigen Mission zur Versorgung der Raumstation, wird Commander Ferguson das Schiff als letzter verlassen. Man werde ihn da dann wohl mit Gewalt herauszerren müssen, meinte er.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Wichtige Daten

  • Der erste Start eines Shuttle fand am 12. April 1981 vom Kennedy Space Center in Florida statt. Es folgten in den 30 darauffolgenden Jahren 133 weitere Flüge. Mission 135 am 8. Juli ist die letzte.

  • Insgesamt wurden sechs Shuttles gebaut: Die Enterprise (die aber nie zu einem Weltraumflug startete und nur für Flugtests in der Atmosphäre verwendet wurde), die Columbia, die Challenger, die Discovery, die Atlantis und die Endeavour.

  • Von den fünf weltraumtauglichen Shuttles flog die Discovery am öftesten, nämlich 38mal, die Challenger am wenigsten, nämlich 10mal. Ihr fataler letzter Flug dauerte nur 73 Sekunden.

  • Die Gesamtkosten des Shuttle-Programms seit 1972 betrugen 196 Milliarden Dollar. Das sind 1,45 Milliarden Dollar pro Flug.

  • Insgesamt flogen 355 Astronauten in den fünf raumflugfähigen Shuttles, 307 Männer und 48 Frauen. Die meisten von ihnen mehrmals, manche bis zu sieben Mal. Addiert man nur die Zahl der Personen, die bei den einzelnen Missionen dabei waren, kommt man auf 793.

  • 14 Astronauten kamen in zwei Shuttles ums Leben. Sieben starben, als die Challenger am 28. Januar 1986 73 Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe explodierte. Sieben weitere starben, als die Columbia am 1. Februar 2003 wegen schadhafter Hitzeschutzkacheln beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Shuttle-Start ums Leben zu kommen liegt also bei 1:68.

  • Einige Male war auch "Prominenz" mit an Bord. Der Republikanische US-Senator Jake Garn war Mitglied der Besatzung der 16. Shuttle-Mission, die mit der Raumfähre Discovery zwischen dem 12. und 19. April die Erde 110mal umkreiste. Sultan Salman Al Saud, ein Mitglied des saudischen Königshauses, umkreiste beim 18. Shuttle-Flug, ebenfalls mit der Discovery, zwischen dem 17. und 24. Juni 1985 die Erde 112mal. Der demokratische US-Senator George Nelson war Mitglied der 24. Shuttle-Mission. Er flog mit der Raumfähre Columbia zwischen dem 12. und 18. Januar 1986 und umkreiste dabei die Erde 98mal. Es war dies der letzte Flug vor der Challenger-Katastrophe.

  • Eine ganz besondere Mission war in dieser Hinsicht auch die 95. Shuttle-Mission zwischen dem 29.10 und 7.11.1998, wieder mit der Discovery. Prominenter "Gast-Astronaut" an Bord war diesmal John Glenn, der im Jahre 1962 erster Amerikaner im Weltraum war. Danach hatte er für insgesamt vier Amtsperioden (von 1974 bis 1999) das Amt des Senators des US-Bundesstaates Ohio bekleidet und war im Jahre 1976 demokratischer Präsidentschaftskandidat. Zusätzlich zu seinen drei Erdumkreisungen mit seiner Mercury-Raumkapsel kamen noch die 134 aus dem Shuttleprogramm hinzu. John Glenn war bei seinem Shuttle-Flug (und ist es bis heute) der älteste Mensch im Weltraum (mit 77 Jahren). Er ist zusätzlich der einzige US-Astronaut, der sowohl im Mercury- als auch im Shuttle-Programm geflogen ist.

  • Jeder Shuttle ist 37,50 Meter lang, hat eine Flügelspannweite von 23,80 Meter und kann eine maximale Nutzlast von 24.400 Kilogramm aufnehmen.

  • Die Außenseite des Shuttle heizt sich beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auf 1.500 Grad Celsius auf.

  • Der Shuttle war Protagonist zahlreicher Kinofilme. Die bekanntesten sind wohl "Armageddon", "Top Gear", "Space Cowboys" und vor allem der James Bond-Film "Moonraker" (wo er mit Rennstreifen bemalt war! Dieser Film kam bereits zwei Jahre vor dem Erstflug des Shuttles in die Kinos.)

  • Die Shuttles haben bei ihren 135 Flügen zusammen etwa dreieindrittel Jahre im Erdorbit verbracht und dabei unseren Planeten fast 21.000 mal umkreist.

  • Die Strecke, die sie dabei zurückgelegt haben, entspricht in etwa einem Flug zum Jupiter. Ein Auto, das mit der deutschen Autobahnrichtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde unterwegs ist, bräuchte für die, von den Shuttles zurückgelegte, Distanz eine ununterbrochene Fahrzeit von 750 Jahren.

Texte: Eugen Reichl (Astra)