Orion-Nebel; Credit: STScI, NASA, ESAEigentlich muss man Sternfreunden ja keine Erklärung liefern, warum man eine Himmelsseite "Der Orion" nennt. Wir tun es trotzdem. Hier ist sie:

Wenn man anfängt die Sterne zu beobachten, lernt man idealerweise erstmal die Sternbilder kennen um sich am Himmel zu orientieren. Dabei kommt man nicht um ein Sternbild mit einem besonders klingenden Namen herum: der Orion. So schön ist dieser Name, dass viele Unternehmen ihn für sich beanspruchen. Fast möchte man diesen Autoherstellern, Versandhändlern und anderen zurufen: Haltet ein! Dieser Name gehört uns!

Allein, diese Rufe verhallen vergeblich.

Wenn man dann den Sternenhimmel in einer kalten Winternacht betrachtet, stolpert man wieder über den Orion, ob man ihn nun kennt oder nicht. Zu markant und prächtig leuchten seine Sterne, zu auffällig ist die Sternkette des Gürtels, als dass man den Blick achtlos an ihnen vorbeistreifen lassen könnte.

Und erst recht wenn man sich ein Beobachtungsgerät zugelegt hat, ist der Orion eines der ersten Sternbilder, auf welches man sein Fernglas, Spektiv oder Teleskop richtet. Selbst mit dem kleinsten Operngucker ist der leuchtende Nebel im Schwert des Himmelsjägers ein prächtiger Anblick, ja sogar mit bloßem Auge ist er schon zu sehen - vorausgesetzt der Himmel ist dunkel genug. Die Herausgeber von "Astronomy Picture of the Day" schließen sich dieser Meinung an.

Fassen wir also zusammen: Orion ist das schönste Sternbild am Himmel mit dem schönsten Sternbildnamen und enthält den prächtigsten Emissionsnebel in der Umgebung der Erde. Mehr Gründe braucht es nun wirklich nicht.