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LandungAm 16. September um 4:52 Uhr mitteleuropäischer Zeit landete die russische Raumkapsel Sojus TMA-04M sicher in der kasachischen Steppe nordöstlich der Stadt Arkalyk. An Bord befanden sich die beiden Kosmonauten Gennadi Padalka und Sergei Revin, sowie der NASA-Astronaut Joseph Acaba. Die drei hatten insgesamt 125 Tage im Orbit zugebracht, 123 Tage davon an Bord der ISS.

Damit endete die ISS-Expedition 32 unter dem Kommando von Padalka. Am Tag zuvor hatte er die Befehlsgewalt über die Station an die US-Astronauten Sunita Williams übergeben. Sie ist nach Peggy Whitson, der heutigen amerikanischen Chef-Astronautin, die zweite Frau in dieser Position. Expedition 33 unter ihrem Kommando wird bis mindestens Mitte November andauern. Wenn alles nach Plan läuft wird sie danach das Kommando an ihren Astronauten-Kollegen Kevin Ford übergeben, der mit Sojus TMA 06M zur ISS kommen soll.

Die Landung verlief wie im Bilderbuch. Fernsehkameras konnten die Kapsel schon hoch im wolkenlosen Himmel ausmachen. Hubschrauber begleiteten sie bis zum Boden und innerhalb weniger Minuten waren die Bergungsmannschaften bei der Kapsel. Die drei Raumfahrer wurden wenige Minuten später aus der engen Kabine befreit und zeigten sich in guter Verfassung.

Gennadi Padalka nimmt nach diesem Flug Platz vier in der Rangliste der Raumfahrer mit der größten Flugerfahrung ein. Bei seinen vier Missionen verbrachte er insgesamt 711 Tage im Orbit. Acaba bringt es bei nunmehr zwei Raumflügen auf insgesamt 138 Tage und Revin, für den es der erste Flug war, auf 125 Tage.

An Bord der Station sind nun neben Sunnita Williams der russische Kosmonaut Juri Malenchenko und der japanische Raumfahrer Akihido Hoshide. Diese Crew war am 15. Juli zur ISS gestartet. Etwa um den 25. Oktober herum sollen dann Oleg Novitsky, Jewgeni Tarelkin und der US-Astronaut Kevin Ford folgen.