Credit: Ulla Hodapp"Wenn einfache Dinge kompliziert gemacht werden, war mit Sicherheit Deutschland daran beteiligt…"  Mit diesen unkomplizierten Worten eröffnete am Montag kein geringerer als Edwin "Buzz" Aldrin - seines Zeichens zweiter Mensch auf dem Mond - im Münchner Forum der Technik die Premiere zum Film „Im Schatten des Mondes“.

Für den Orion besuchte Ulla Hodapp die Veranstaltung. Ihr Urteil:

 Credit: Ulla Hodapp
 Credit: Ulla Hodapp

"Zum ersten Mal und vielleicht letzten Mal bringt diese Dokumentation nicht weniger als 10 Crewmitglieder der Apollo-Missionen zusammen, die hier ihre ganz eigene Geschichte erzählen, abseits vom Cool-technokratischen NASA-Duktus und abseits der meist aufdringlichen US-patriotischen Verklärung.

In dem Film wirken mit: 

Jim Lovell (Apollo 8 und 13); Dave Scott (Apollo 9 und 15); John Young (Apollo 10 und 16); Gene Cernan (Apollo 10 und 17); Mike Collins (Apollo 11); Edwin Aldrin (Apollo 11); Alan Bean (Apollo 12); Edgar Mitchell (Apollo 14); Charlie Duke (Apollo 16) und Harrison Schmitt (Apollo 17)

Der Film ist deutsch synchronisiert, die Originalstimmen im Hintergrund aber gut zu verstehen, so dass man sich ein eigenes Bild von den Aussagen machen kann.

Zwischen den emotional anrührenden Filmaufnahmen „von damals“ ist diese Produktion alles andere als eine reine Zeitzeugen-Doku üblicher Machart.   Unerwartet gefühlvoll schildert Michael Collins seine Rolle beim Apollo – Programm und seinen Part bei der Apollo 11-Mission.  Humorgeladen und ernsthaft zugleich sind die Bemerkungen von Alan Bean. Alle Beiträge der "Helden vom Mond" aber veranlassen uns zum Nachdenken. Nicht zuletzt über die Erde auf der wir leben.

Das Gleichgewicht zwischen Erzählung und Filmmaterial passt zu 100 Prozent.

Der Film ist so sehenswert daß ich ihn mir sicherlich noch ein zweites Mal anschauen werde."