Am 16. Dezember erfolgte von der Space Force Basis Cape Canaveral aus der erste Start der Kuiper-Konstellation unter neuem Namen. Sie heißt von nun an Amazon LEO. Bei der vierten von insgesamt acht Atlas-Missionen für Kuiper/Amazon brachte eine Atlas V der United Launch Alliance in der Version 551 27 Satelliten der Internet-Konstellation in eine niedrige Erdumlaufbahn.

Die Mission begann um 9:28 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 41 des Weltraumbahnhofs. 17 Minuten und 33 Sekunden nach dem Abheben war die geplante Umlaufbahn in einer Höhe von 435 Kilometern bei einer Inklination von 52 Grad erreicht. 20 Minuten und 22 Sekunden nach dem Liftoff begann die Centaur-Oberstufe mit dem Absetzen der Satelliten. Die letzte Einheit löste sich 35 Minuten und zwölf Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe vom Dispenser.

Nach diesem erfolgreichen Start hat Amazon nun im Rahmen von sieben Missionen 180 operationelle Satelliten ins All befördert – vier mit Atlas-V-Raketen und drei mit Falcon-9-Raketen von SpaceX. Insgesamt sollen mehr als 3200 Satelliten für das Hochgeschwindigkeits-Breitbandinternet-System von Amazon bereitgestellt werden. Das Unternehmen muss die Hälfte seiner Konstellation bis zum 31. Juli 2026 in Betrieb nehmen, um die Anforderungen der Federal Communications Commission (FCC) zu erfüllen. Eine Fristverlängerung ist jedoch möglich und wird mit Sicherheit beantragt werden, denn dieses Ziel ist nicht zu schaffen. Amazon hat die ULA im Rahmen des bislang weltweit größten kommerziellen Startvertrags mit acht Atlas-V- und 38 Vulcan-Centaur-Starts beauftragt.

Nach diesem Einsatz sieht die Startübersicht des Jahres 2025 wie folgt aus:

  1. USA: 172 (davon SpaceX: 163). 1 Fehlschlag (Alpha)
  2. China: 87. 3 Fehlschläge (Kuaizhou 1A, Zhuque 2, Ceres 1)
  3. Neuseeland: 16
  4. Russland: 15
  5. Europa: 6
  6. Indien: 4. 1 Fehlschlag (PSLV XL)
  7. Japan: 3
  8. Deutschland: 1. 1 Fehlschlag (Spectrum)
  9. Australien: 1. 1 Fehlschlag (Eris 1)
  10. Israel: 1
  11. Südkorea: 1

Die Statistik der eingesetzten Startplätze stellt sich folgendermaßen dar:

  1. Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 108 (82/26)
  2. Vandenberg Space Force Base: 64
  3. Jiuquan: 31
  4. Xichang: 18
  5. Wenchang: 18 (institutionell 11/kommerziell 7)
  6. Mahia: 16
  7. Taiyuan: 12
  8. Plessezk: 8
  9. Dongfanghang Tiangang (auch: Oriental Spaceport Launch Ship): 7
  10. Baikonur: 6
  11. Guyana Space Centre: 6
  12. Satish Dhawan: 4
  13. Tanegashima: 3
  14. Andøya: 1
  15. Wostotschnij: 1
  16. Bowen Orbital Spaceport: 1
  17. Palmachin: 1
  18. Naro Space Center: 1

Bild: Missionslogo. Quelle: ULA