Beim ersten russischen Orbitalstart des laufenden Jahres brachte eine Trägerrakete des Typs Sojus 2.1v Volga vier kleine Militärsatelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Nur eine Einheit konnte bislang identifiziert werden. Bei dieser handelt es sich um Nivelir-L Nr. 5, der wahrscheinlich ein Inspektor-Satellit ist. Nach ihrer erfolgreichen Ankunft im Orbit bekamen die vier Einheiten die militärischen Zählnummer Kosmos 2581 bis 2584. Für die Sojus 2.1v war es möglicherweise die letzte Mission, denn der Bestand aus NK-33 Triebwerken (die noch aus den Tagen der N1-Rakete stammen) scheint nun erschöpft zu sein.
Die Mission begann um 5:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 43/4 des nordrussischen Raumfahrtzentrums Plessezk. Die Mission führte auf eine Bahn mit einer Inklination von 82,5 Grad. Das Perigäum lag bei 580 Kilometer und das Apogäum bei 595 Kilometer.
Bei den drei anderen Satelliten an Bord der Sojus 2.1v könnte es sich um Einheiten der militärischen Datenrelay-Satelliten vom Typ Rodnik handeln. Dies ist aber derzeit noch pure Spekulation. Bezüglich einer Ersatzrakete für die Sojus 2.1v hat Russland mehrere Optionen. Zum einen stehen noch etwa 40 ausgemusterte ICBMs vom Typ UR-100 (die – ausgerüstet mit einer dritten Stufe – unter der Bezeichnung Rokot flog) zur Verfügung, zum anderen gibt es die moderne Angara 1.2. Beide Typen decken in etwa die Nutzlastkapazität der Sojus 2.1v ab.
Nach diesem Einsatz sieht die Start-Statistik des Jahres 2025 wie folgt aus:
- USA: 17, davon SpaceX: 16
- China: 6
- Indien: 1
- Japan: 1
- Russland: 1
Die Statistik der eingesetzten Startplätze sieht nun wie folgt aus:
- Cape Canaveral/Kennedy Space Center: 12 (7/5)
- Vandenberg Space Force Base: 5
- Jiuquan: 2
- Xichang: 2
- Barke Dongfang Hangtiangang: 1
- Taiyuan: 1
- Satish Dhawan: 1
- Tanegashima: 1
- Plessezk
Bild: RSK