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2008 BT18Erst seit Kurzem ist bekannt, dass der Asteroid 2008 BT18 einen Begleiter hat. Etwa 200 Meter groß ist sein Mini-Mond. 2008 BT18 selbst misst auch nur 600 Meter, es handelt sich also um einen Doppel-Asteroiden. Am Montagnachmittag deutscher Zeit passiert 2008 BT18 die Erde in einer Entfernung von 2,2 Millionen Kilometern mit einer Geschwindigkeit von 45.000 Kilometern pro Stunde. Das entspricht rund der 6-fachen Entfernung Erde-Mond. Um eine Kollision muss man sich also keine Sorgen machen.

Weiterlesen: Kosmischer Besucher im Doppelpack

Ein typischer Chondrit Astronomen aus Brasilien und den USA ist es gelungen, die Quelle für die häufigsten auf der Erde gefundenen Meteoriten aufzuspüren. Mit dem Gemini-Zwillingsteleskop maßen sie das Spektrum von vier sehr jungen Asteroidengruppen im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Der Vergleich mit auf der Erde gefundenen gewöhnlichen Chondriten zeigt eine deutliche Übereinstimmung. Diese Entdeckung stellt den ersten aus einer astronomischen Beobachtung gewonnenen Beleg für den Asteroidengürtel als Quelle der Steinmeteorite dar.

Weiterlesen: Woher stammen die Meteorite?

Calorisbecken, Aufnahme von MESSENGERZwei Tage Zeit zum Fotografieren. 30 Minuten zur Messung des Magnetfeldes und der Atmosphäre. Weniger als 10 Minuten für weitere Messungen. Danach war Merkur nicht mehr der Planet, den wir vorher kannten. Der erste Vorbeiflug der Raumsonde MESSENGER am 14. Januar 2008 hat mehr zu unserem Wissen über Merkur beigetragen als Jahrzehnte der Forschung zuvor. Sicher ist vor allem eines: Der sonnennächste Planet ist alles andere als der tote, uninteressante Felsbrocken, für den man ihn gehalten hat.

Weiterlesen: Der Überraschungsplanet

Credit: NASA Eine Story, die ich vor drei Jahren geschrieben habe, ist derzeit wieder besonders aktuell. Die Vermessung der Bahnkurven der Raumsonden Galileo, Cassini, Near, Rosetta und Messenger bei ihren Swingby-Manövern an der Erde zeigten eine zusätzliche Beschleunigung der Sonden, die mit den heutigen Theorien nicht übereinstimmt.

Die Beschleunigung ist im Verhältnis zur Gesamtgeschwindigkeit gering. Aber sie ist deutlich nachweisbar. Die NASA-Wissenschaftler stellten fest, dass die Zusatz-Beschleunigung umso stärker ausfiel, je asymmetrischer die Bahn der Sonde in Bezug auf den Erdäquator war.  >>digg it!

Weiterlesen: Die Pioneer-Anomalie

Durchmesservergleich und Rotationsrate eines Roten Riesen mit der SonneEinem internationalen Team von Astronomen unter der Leitung von Paul Beck, einem Doktoranden an der Universität Löwen in Belgien, gelang ein Blick tief in das Innere alternder Sterne. Die Forscher entdeckten dabei, dass die Kerne dieser Sterne mindestens 10-mal schneller rotieren als ihre Oberfläche. Die Studie erschien am 7. Dezember 2011 im renommierten Wissenschaftsjournal NATURE. Die Sternoberfläche rotiert sehr langsam und braucht etwa ein Jahr für eine vollständige Umdrehung. Dies war bekannt, aber erst mit Hilfe der hochgenauen Messungen des NASA-Weltraumteleskops Kepler gelang erstmals der Nachweis, dass der Kern tief im Inneren wesentlich schneller rotiert und nur wenige Wochen für eine Umdrehung benötigt.

Weiterlesen: Der Kern rotiert schneller als der Stern

Scene 1: Cross cut through the starHeute berichtet ein großes internationales Team von Astronomen von der Entdeckung von Wellen die auf ihrem Weg durch den Stern bis in den Kern vordringen. Diese Entdeckung wurde in dem renommierten Wissenschaftsjournal Science publiziert. Ermöglicht wurde diese Erkenntnis durch die hochgenauen Messungen des Weltraumteleskops Kepler. Dass Wellen existieren, die wie Schallwellen den Stern durchqueren war schon lange bekannt.

Weiterlesen: Aus der Tiefe eines Roten Riesen

In den ersten Jahren der Raumfahrt war Uranus kein realistisches Ziel für eine direkte Erkundung durch Sonden. Die Reise dauerte mit einem chemischen Antrieb mehr als ein Jahrzehnt, sie erforderte eine riesige Trägerrakete und selbst damit konnten nur winzige Nutzlasten dorthin transportiert werden. Aus der Sicht der frühen sechziger Jahre war ein Planet wie Uranus nur mit irgendeinem zukünftigen, fortschrittlichen Antriebssystem, beispielsweise auf nuklearer Basis, zu erreichen. Doch dann machte jemand eine Entdeckung…

Weiterlesen: Keine Lobby für Uranus?

 ESO/J. Emerson/VISTA. Cambridge Astronomical Survey UnitIn ganz neuem Licht präsentiert sich der berühmte Große Orionnebel auf einer Aufnahme des Teleskops VISTA der Europäischen Südsternwarte. Die Nahinfrarotfotografie zeigt die Struktur dieses 1500 Lichtjahre entfernten Nebels in unvergleichlicher Weise. Mit einer Ausdehnung von rund 30 Lichtjahren gehört der Orionnebel zu einer der größten und aktivsten Sternentstehungsregionen in unserer Ecke der Milchstraße. Astrophysikern bietet er Einblicke in die Entstehung neuer Sterne - und Amateurastronomen spannende Stunden am eigenen Teleskop.

Weiterlesen: Der Orionnebel - Reloaded