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Eine Trägerrakete des Typs Atlas 5 der United Launch Alliance (ULA) brachte am 24. Juni einen Kommunikationssatelliten für die US-Marine in eine geosynchrone Transferbahn. Der Start erfolgte zu Beginn eines 44 Minuten langen Startfensters von der Anlage 41 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral aus. Bei der Nutzlast handelte es sich um die fünfte Einheit der Mobile User Objective System (kurz: „MUOS“) Konstellation. Die Raumfahrzeuge ersetzen die elf Satelliten der UFO-Serie (für UHF Follow On), die zwischen 1993 und 2003 gestartet worden waren. UFO war seinerseits das Nachfolgesystem der FLTSACOM Satelliten und der LEASAT-Serie. Letztere war noch vom vom Shuttle ausgesetzt worden.

Weiterlesen: Atlas 5 bringt MUOS-5 für die US-Navy in den Orbit

Eine indische Trägerrakete des Typs PSLV-XL brachte am 22. Juni insgesamt 21 Satelliten auf eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte von der Startrampe 2 des indischen Satish Dhawan Raumfahrtzentrums auf der ostindischen Insel Shriharikota. Es war der vierte indische Orbitalstart des laufenden Jahres und der 36. Einsatz einer PSLV-Rakete.

Weiterlesen: PSLV-XL bringt 21 Satelliten in den Orbit

Beim dritten Einsatz einer Ariane 5 in diesem Jahr brachte der europäische Schwerlastträger die beiden Kommunikationssatelliten Echostar 18 und BRISAT erfolgreich in einen geostationären Transferorbit. Der Start war um einen Tag verschoben worden, weil am Vortrag in der Stratosphäre eine zu starke Höhenwindströmung aktiv war. Die Mission trug für Arianespace die Bezeichnung VA 230 (für Vol Ariane 230), weil es der 230. Einsatz einer Ariane-Trägerrakete seit dem Erstflug der Ariane 1 im Dezember 1979 war. Es war außerdem der 72. Erfolgreiche Start einer Ariane 5 in ununterbrochener Reihenfolge.

Weiterlesen: Ariane 5 - 72mal ohne Unterbrechung erfolgreich

Zehn Starts haben die USA in diesem Jahr bisher durchgeführt. Alleine sechs davon gehen auf die Rechnung von SpaceX. Am 15. Juni brachte eine Falcon 9 FT (Full thrust) dieses Unternehmens die beiden Kommunikationssatelliten Eutelsat 117 West B und ABS-2A sicher auf eine supersynchrone Transferbahn. Die Landung der ersten Stufe, die als "experimentell" bezeichnet wurde, scheiterte dagegen knapp.

Weiterlesen: SpaceX doppelt erfolgreich und einmal hart gelandet

China brachte am 14. Juni mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3C den Navigationssatelliten Beidou-2 G7 für die Compass/Beidou Konstellation auf eine geostationäre Transferbahn. Es ist dies der dritte chinesische Start eines Navigationssatelliten in diesem Jahr. Das Land arbeitet mit Hochdruck an der Fertigstellung seines globalen Beidou-Systems und wird den dafür ursprünglich geplanten Zeitrahmen voraussichtlich deutlich unterschreiten. Experten gingen bisher davon aus, dass der Fertigstellungstermin um das Jahr 2020 liegt, doch könnte dieses bisherige Ziel um ein bis zwei Jahre unterschritten werden.

Weiterlesen: China startet erneut Navigationssatelliten

Geheim ist nicht immer geheim, aber dieses Mal denn doch. Auch Tage nach dem Start von NRO-L37 diskutieren Experten, um welchen Satelliten es sich da wohl handelt, der am 11. Juni mit Amerikas schwerster Trägerrakete direkt in eine geostationäre Umlaufbahn gebracht worden ist. Bekannt sind nur die grundlegenden Parameter der Mission, die aus der eingesetzten Trägerrakete, der eingeschlagenen Flugbahn und der verwendeten Nutzlastverkleidung abzuleiten sind. Schon vor dem Start wurde allerdings vermutet, dass es sich bei dem Raumfahrzeug um einen elektronischen Funkaufklärer (ELINT) der Orion-Klasse handelt, doch kamen danach wieder Zweifel auf.

Weiterlesen: Geheime Nutzlast auf schwerer Rakete

Eine Trägerrakete des Typs Proton M Briz M brachte am 9. Juni im Auftrag der International Launch Services (ILS) den Kommunikationssatelliten Intelsat 31 in eine supersynchrone Transferbahn. Der Start verlief am Ende erfolgreich, obwohl eines der vier Zweitstufentriebwerke des Trägers neun Sekunden zu früh abschaltete. Die Briz M Oberstufe konnte die Minderleistung des Trägers aber im weiteren Verlauf des Fluges ausgleichen. Für die schon häufig von Qualitätsproblemen geplagte Proton war dies somit erneut ein „close call“.

Weiterlesen: Proton M trotz Triebwerksproblem erfolgreich

Eine russische Trägerrakete des Typs Rokot mit einer Briz-KM Oberstufe brachte am 4. Juni den Geodäsie-Satelliten Geo-IK-2 Nr. 2 in eine niedrige Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte von der Anlage 133 in Plesetzk. Geo-IK-2 ist das Nachfolgesystem der Geo-IK Geodäsiesatelliten, von denen in den Jahren 1981 - 1994 insgesamt 14 Stück mit Raketen des Typs Tsiklon gestartet wurden.

Weiterlesen: Rokot bringt Geo-IK-2 in den Orbit

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