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China absolvierte im Raumfahrtjahr 2016 am 28. Dezember mit dem Start der beiden Superview 1-Erderkundungssatelliten die letzte Raumfahrtmission des vergangenen Jahres und am 5. Januar 2017 auch gleich den ersten Start des neuen Raumfahrtjahres. Auch das bestätigt die zunehmende Dominanz Chinas in der Raumfahrt. 2016 hatte das Land gleichauf mit den USA die meisten Starts absolviert. Russland das bei der Zahl der Starts jahrzehntelang stets vorne gelegen hatte, nahm nur noch die dritte Position ein.

Weiterlesen: China eröffnet Raumfahrtjahr 2017

Die letzte Orbitalmission des Jahres 2016 wurde von der Volksrepublik China durchgeführt. Das ergibt das erstaunliche Bild, dass die USA in diesem Jahr mit 23 Missionen im Ranking knapp vor China (22 Missionen) liegen, und danach erst Russland kommt, das in diesem Jahr nur 19 Flüge durchgeführt hat, und damit zum ersten Mal seit 17 Jahren nicht den ersten Platz in der Startstatistik einnimmt. China hätte beinahe ebenso viele Starts wie die USA zu verzeichnen gehabt, verschob aber eine zunächst für den 30. Dezember geplante Mission auf dem 5. Januar 2017. Allerdings gibt es für China einen kleinen Wermutstropfen in diesen an sich positiven Nachricht, denn die letzte Mission des Jahres kann nur als Teilerfolg gewertet werden, weil die drei Satelliten an Bord auf einer zu niedrigen Umlaufbahn abgeliefert wurden.

Weiterlesen: Trotz Rekord unbefriedigender Jahresabschluss für China

Arianespace schloss das Raumfahrtjahr 2016 mit einer erfolgreichen Mission des Schwerlastträgers Ariane 5 ECA ab. Bei diesem insgesamt elften Einsatz des Unternehmens in diesem Jahr wurden am 21. Dezember vom europäischen Startzentrum in Kourou die beiden Kommunikationssatelliten Star One D1 und JSCAT-15 auf eine geostationäre Transferbahn transportiert. Die Mission war der zweite Flug in diesem Jahr, bei dem eine Ariane 5 beim selben Start gleich zwei Satelliten des Herstellers Space Systems Loral (SSL) in den Orbit brachte. Der Einsatz trug die Bezeichnung VA 234, für „Vol Ariane Nr. 234“ und bezeichnete damit den 234. Flug einer Trägerrakete der Ariane-Familie. Es war der 90. Einsatz einer Ariane 5 und der 76. erfolgreiche Ariane 5-Flug in ununterbrochener Reihenfolge.

Weiterlesen: Erfolgreicher Jahresabschluss für Arianespace

China brachte am 21. Dezember einen Forschungssatelliten mit der Bezeichnung TanSat in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug soll zur Messung und Beobachtung des Kohlendioxidgehaltes der Erdatmosphäre eingesetzt werden. Der Start erfolgte vom Weltraumbahnhof Jiuquan aus. Als Träger wurde dabei eine Rakete des Typs Langer Marsch 2D eingesetzt.

Weiterlesen: TanSat erforscht Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre

Nach einer Einsatzpause von drei Jahren brachte am 20. Dezember die japanische Weltraumbehörde JAXA wieder einen Träger des Typs Epsilon zum Einsatz. Die relativ kleine Feststoffrakete transportierte bei dem Einsatz den Forschungssatelliten ERG in eine hochelliptische Umlaufbahn. Der Start erfolgte um 20:00 Uhr japanischer Ortszeit, entsprechend 12:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Uchinoura Space Centre auf der Halbinsel Kagoshima, dem kleineren der beiden japanischen Weltraumbahnhöfe.

Weiterlesen: Epsilon zum zweiten Mal im Einsatz

Am 18. Dezember brachte die United Launch Alliance bei ihrer letzten Mission des Jahres 2016 den Kommunikationssatelliten Echostar XIX in eine so genannte „supersynchrone“ Transferbahn. Damit hat das Joint Venture aus den Firmen Lockheed und Boeing 2016 insgesamt 12 Missionen gestartet, acht davon mit der Atlas, vier mit der Delta 4. Kunde der Mission war die Echostar Corporation.

Weiterlesen: Erfolgreicher Jahresabschluss für United Launch Alliance

Mit einem fehlerfreien Start brachte eine Trägerrakete des Typs Orbital ATK Pegasus XL die acht Umweltbeobachtungssatelliten der CYGNSS Konstellation in einen niedrigen Erdorbit. Die etwas sperrige Abkürzung steht für den noch umständlicheren voll ausgeschriebenen Begriff "CYclone Global Navigation Satellite System". Diese kleinen NASA-Satelliten sollen das Verständnis um das Entstehen von Zyklonen erweitern und sie besser prognostizierbar machen. Die Mission wird in Partnerschaft zwischen der NASA, der Universität Michigan und dem Southwest Research Institute durchgeführt.

Weiterlesen: Pegasus bringt CYGNSS-Konstellation in den Orbit

Nur neun Tage nachdem der Start eines russischen Progress-Raumschiffes zur Versorgung der Internationalen Raumstation scheiterte, ist am 9. Dezember ein japanischer Raumfrachter nach einem problemlosen Start auf dem Weg zur ISS. Das als HTV-6 bezeichnete Vehikel startete um 22:27 Uhr japanischer Standardzeit (14:27 Uhr mitteleuropäischer Zeit) an der Spitze einer H-IIB Trägerrakete vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima.

Weiterlesen: HTV-6 zur Versorgung der Internationalen Raumstation unterwegs

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