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Nach einer einmonatigen Pause wegen eines Arbeitskampfes von Angestellten des europäischen Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch Guyana nahm Arianespace am 4. Mai den Flugbetrieb wieder auf. Bei der Mission brachte eine Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECA die beiden Kommunikationssatelliten SGDC für Brasilien und KOREASAT-7 für Korea auf eine geostationäre Transferbahn. Der Flug hätte bereits Ende März stattfinden sollen, aber ein Streik der Transportgewerkschaft UGTR, der Gewerkschaft der Elektriker und des Unternehmens Endel Engie (das dafür zuständig ist, die Rakete vom Montagegebäude zum Startplatz zu transportieren) brachte die Arbeiten am Startgelände zum Erliegen.  Erst Ende April waren die Meinungsverschiedenheiten beigelegt. Damit war der Weg frei für die Mission VA 236 (für: Vol Ariane 236), dem vierten Einsatz des Jahres für Arianespace und dem zweiten Ariane 5-Flug in 2017.

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Erstmals in der Geschichte des Unternehmens führte SpaceX am 1. Mai einen militärischen Einsatz durch. Dabei wurde ein klassifizierter Satellit des National Reconnaissance Office (NRO) in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Der Start erfolgte, nach eintägiger Verspätung wegen eines technischen Problems, um 13:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 7:15 Uhr US-Ostküstenzeit) von der historischen Startrampe 39A des Kennedy Space Centers aus.  

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Obwohl es sich um einen unbemannten Start handelt, stellt die am 20. April gestartete Mission von Tianzhou-1 (TZ-1) die Weichen für die zukünftigen bemannten Raumfahrtaktivitäten Chinas. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Tianzhou ist das chinesische Äquivalent der ISS-Versorgungsraumschiffe. Es wird zukünftig für die Versorgung der großen modularen chinesischen Raumstation eingesetzt, deren Errichtung im kommenden Jahr beginnt und etwa fünf Jahre dauern soll.

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Am 20. April startete das bemannte russische Raumschiff Sojus MS-04 zur Internationalen Raumstation. An Bord befanden sich der russische Kommandant Fjodor Jurtschikin und der NASA Astronaut Jack Fischer. Nach der derzeitigen Planung sollen die beiden 136 Tage im Orbit verbringen und im September wieder zur Erde zurückkehren.

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Mit einem fehlerlosen Start brachte am 18. April eine Atlas 5 401 der United Launch Alliance (ULA) den inzwischen siebten Raumtransporter der Cygnus-Serie auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Das von Orbital Sciences gebaute Fracht-Raumschiff verließ den Startkomplex 41 in Cape Canaveral um 17:11 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 11:11 Uhr ostamerikanischer Ortszeit). 30 Minuten später war der geplante Übergangsorbit für den Anflug zur ISS erreicht. Es war dies der vierte Start für die ULA in diesem Jahr.

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China brachte am 12. April einen experimentellen Nachrichtensatelliten mit der Bezeichnung Shijian-13 in einen geostationären Transferorbit. Die Mission begann um 0:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Startkomplex 2 des Raumfahrtzentrums Xichiang, das in der Provinz Sichuan liegt. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 eingesetzt.

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Für einen Zeitraum von 10 Tagen sind jetzt nur noch drei Besatzungsmitglieder an Bord der Internationalen Raumstation, nachdem der US-Astronaut Shane Kimbrough und die beiden russischen Kosmonauten Sergei Ryschikow and Andrei Borissenko am 10. April wieder zur Erde zurückkehrten. Die Landekapsel ihres Sojus MS-02 Raumschiffs ging um 13:20 Uhr mitteleuropäischer Zeit (17:20 Uhr Ortszeit) in der kasachischen Steppe nieder. An Bord verbleiben jetzt die derzeitige Kommandantin der Station, die Amerikanerin Peggy Whitson, sowie Thomas Pesquet von der ESA und Oleg Novitzki von Roskosmos.

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SpaceX eröffnete am 31. März ein neues Kapitel in der Geschichte der Raumfahrt. An diesem Tag gelang zum ersten Mal der Einsatz einer klassischen Orbitalrakete, die bereits zuvor eine frühere Mission geflogen hatte. Zwar war auch der Space Shuttle zu großen Teilen wiederverwendbar, allerdings unter enormem Aufwand für die Wartung und die Infrastruktur, was dazu führte, dass jede Mission etwa 800 Millionen Dollar kostete. Dieser enorme Preis, zusammen mit der ungenügenden Sicherheit für die Besatzungen, waren der Grund dafür, dass dieses Programm eingestellt wurde.

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Eine Trägerrakete der United Launch Alliance (ULA) brachte in den frühen Morgenstunden des 19. März einen Kommunikationssatelliten des „Wideband Global Satcom“-Systems der US-Luftwaffe auf einen geosynchronen Transferorbit.  Die neue Einheit verstärkt die Konstellation, für die zwischen 2007 und 2016 bislang acht Satelliten in den Orbit gebracht wurden. Die Mission begann am Startkomplex 37 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral. Als Trägerrakete wurde eine Delta 4 Medium+ (5,4) eingesetzt, die schwerste Rakete der Delta 4-Medium-Klasse.

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