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Startübertragungen der Arianespace sind nicht gerade das Spannendste, was die Space Launch Industrie zu bieten hat. Wenig flugrelevante Informationen, dafür zahlreiche glatt gebügelte Managerstatements und Werbefilmchen der Satellitenhersteller, unterlegt mit peitschender Industriemusik. Dazu Bildkonserven längst vergangener Starts, wie die seit vielen Jahren ewig gleiche Sequenz von der Trennung der Feststoffbooster. Moderne Features der Konkurrenz, wie zum Beispiel Livebilder von Onboard-Kameras, die Kunden und Zuschauern den Fortgang der Mission direkt miterleben lassen, findet man bei Arianespace nicht.

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Die extrem hohe chinesische Startkadenz hält weiter an. Beim bereits fünften Start innerhalb von nur gut zwei Wochen brachte am 25. Januar eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2C die vierte Gruppe von Yaogan 30-Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn. Wie bei den vorausgegangenen Missionen dieser Art erfolgte auch dieses Mal der Start von der Startanlage 3 des zentralchinesischen Weltraumbahnhofs Xichang aus. Den Aufstieg Chinas zur Raumfahrt-Supermacht mag man daran erkennen, dass das Land noch 2005 während des kompletten Jahres lediglich fünf Starts durchführte.

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Der zweite Teststart war erfolgreich. Nach dem „Beinahe-Erfolg“ vom 25. Mai letzten Jahres verlief dieses Mal der Start einer Rocketlab Electron über alle Phasen perfekt. Die Mission begann um 2:43 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom Rocketlab-Startgelände auf der Māhia Halbinsel an der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel. Die Vorbereitungen für diesen zweiten Start waren aber nicht problemlos gewesen. Eine erste Startkampagne im Dezember hatte nach mehreren Versuchen erfolglos beendet werden müssen, und auch während der zweiten Kampagne war es immer wieder aus unterschiedlichen Gründen zu Verzögerungen gekommen.

Weiterlesen: Rocketlab Electron beim zweiten Einsatz erfolgreich

Die United Launch Alliance (ULA) brachte am 20. Januar mit einer Trägerrakete des Typs Atlas 5 einen Frühwarn-Satelliten des „Space-Based Infrared Systems (kurz: SBIRS) der US-Luftwaffe in eine geostationäre Transferbahn. Der Start erfolgte vom Space Launch Complex 41 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral. Es war der zweite Start einer Rakete der ULA im Zeitraum einer Woche.

Weiterlesen: Atlas bringt Frühwarnsatelliten in den Orbit

Die außerordentlich hohe Startfrequenz chinesischer Nutzlasten hält weiter an. Beim bereits vierten Orbitalstart innerhalb von nur zehn Tagen brachte eine Trägerrakete des Typs Langer Marsch 11 insgesamt sechs Satelliten in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Die Mission begann um 5:12 Uhr mitteleuropäischer Zeit am nordchinesischen Raumfahrtzentrum Jiuquan.

Weiterlesen: Chinas vierter Orbitalstart in 10 Tagen

Das japanische Unternehmen Japan Space Systems (kurz: JSS) startete am 17. Januar den experimentellen Radarsatelliten ASNARO-2 in eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Er ist der zweite einer Serie experimenteller Erdbeobachtungssatelliten, die von JSS betrieben werden. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Epsilon eingesetzt, die bei diesem Einsatz ihren dritten Flug erlebte. Der Start erfolgte am Uchinora Space Center, dem kleineren der beiden "Weltraumbahnhöfe" Japans. Das Akronym ASNARO steht für "New System Architecture for Observation". Die Mission folgt auf ASNARO-1, ein elektro-optischer Erdbeobachtungssatellit, der im November 2014 mit einer Dnepr-Rakete in Russland gestartet worden war.

Weiterlesen: ASNARO-2 fliegt auf Epsilon

Innerhalb von nur sechs Wochen hat China am 13. Januar den dritten Satelliten der LKW-Reihe (für: „Lùdì kānchá wèixīng“) gestartet. Und innerhalb von nur vier Tagen ist das bereits der dritte Orbitalstart Chinas. Wie schon seine beiden Vorgänger wurde auch dieses Raumfahrzeug von einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2D auf einer sonnensynchronen Erdumlaufbahn abgesetzt, und wie schon LKW-1 und 2 startete er auch dieses Mal vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan aus, und benutzte dabei die Startrampe 603 am Startkomplex 43 der Anlage.

Weiterlesen: LKW-3 folgt auf LKW-2

Beim dritten Start am 12. Januar brachte eine Trägerrakete des Typs Delta 4 einen Spionagesatelliten des National Reconnaissance Office (NRO) in eine retrograde Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte von der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien aus. Der Einsatzzweck des Satelliten ist geheim, und das Raumfahrzeug erhielt auch keine offizielle Bezeichnung, von der Zählnummer des NRO einmal abgesehen. Diese "Zählnummer" lautet: NRO-L47 (National Reconnaissance Office Launch No. 47). Als Träger wurde eine Rakete des Typs Delta 4 Medium eingesetzt. Die Mission war der insgesamt 36. Einsatz einer Delta 4.

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Indien begann das Raumfahrtjahr 2018 am 12. Januar mit einer erfolgreichen Standardmission seiner PSLV-Trägerrakete. Das ist nicht ganz so selbstverständlich wie das Wort „Standard“ vermuten lässt, denn beim vorausgegangenen Einsatz, im August 2017, kam mit es mit der PSLV zu einem Fehlstart, als es nicht gelang, die Nutzlastverkleidung abzutrennen. Damals erreichte die vierte Stufe mit der unter der Fairing eingeschlossenen Nutzlast, einem Navigationssatelliten, zwar die Umlaufbahn, das Raumfahrzeug blieb aber damals in der Verkleidung gefangen und konnte nicht abgesetzt werden. Davor hatte die Rakete 36 erfolgreiche Starts in ununterbrochener Reihenfolge absolviert. Insgesamt hat der Träger bei 42 Missionen zweimal versagt. Der erste Fehlstart ereignete sich beim Erstflug im September 1993.

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