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SpaceX begann das Raumfahrtjahr 2018 mit dem erfolgreichen Start der geheimnisvollen „Zuma“-Nutzlast. Dieser Satellit, bei dem außer dem Hersteller (Northrop Grumman) alles andere unbekannt ist, sollte bereits am 15. November in den Orbit gebracht werden. Wegen eines Problems mit der Nutzlastverkleidung der Rakete hatte sich der Beginn dieser Mission aber verzögert. Der Start musste außerdem von der Startanlage 39A zum Komplex 40 verlegt werden, weil in der Zwischenzeit an der ursprünglich vorgesehenen Anlage bereits der Checkout des Falcon Heavy Prototypen begonnen hatte. All das führte zu einem Gesamtverzug von sieben Wochen.

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Die letzte Mission des Jahres, der Start des angolanischen Nachrichtensatelliten Angosat-1, jagte der russischen Raumfahrtindustrie noch einmal einen gehörigen Schrecken ein, und erneut wird wohl eine Überprüfung der Qualitätssicherungs-Prozesse in Russland die Folge sein. Nach einem erfolgreichen Start mit einer Trägerrakete des Typs Zenit 3F, dem ersten Einsatz einer solchen Rakete seit über zwei Jahren, verlor das Kontrollzentrum kurz nach dem Absetzen des Satelliten den Kontakt mit dem Raumfahrzeug. Zwei Tage später gelang es, die Funkverbindung wieder herzustellen.

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Nur drei Wochen nach dem Start des ersten „Lùdì kānchá wèixīng“ (oder kurz: LKW) folgte am 23. Dezember die zweite Einheit dieser Reihe. Wie schon sein Vorgänger wurde auch dieser  Satellit von einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2D auf einer sonnensynchronen Erdumlaufbahn abgesetzt, und wie schon LKW-1 startete auch dieses Raumfahrzeug vom nordchinesischen Weltraumbahnhof Jiuquan aus und benutzte dabei die Startrampe 603 am Startkomplex 43 der Anlage.

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Nur 61 Sekunden, nachdem auf der japanischen Insel Tanegashima eine H2A-Trägerrakete mit zwei Satelliten an Bord zu einem Orbitalflug aufgebrochen war, begann auf dem militärischen Startgelände Vandenberg in Kalifornien die letzte Orbitalmission für SpaceX im Jahre 2017. An Bord der Falcon 9 befanden sich die Serieneinheiten 31-40 der neuen Iridium NEXT-Konstellation. Die Einheiten 1-30 hatte SpaceX bei drei vorausgegangenen Starts in diesem Jahr in den Orbit gebracht. Erstmals wurde von Vandenberg aus eine bereits einmal verwendete Falcon 9-Erststufe erneut geflogen. Insgesamt war es der 46. Einsatz einer Falcon 9-Rakete und die 18. Orbitalmission von SpaceX. Es war auch der 29. Orbitalflug für die USA. Die größte Zahl innerhalb eines solchen Zeitraums seit dem Jahr 1999.

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Bei der letzten japanischen Raumfahrtmission des Jahres brachte die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) am 23. Dezember mit einer Trägerrakete des Typs H2A zwei Nutzlasten auf unterschiedliche Umlaufbahnen. Dabei handelt es sich um die Global Change Observation Mission (GCOM-C), mit dem Umweltbeobachtungen durchgeführt werden und um den Super Low Altitude Test Satellite (kurz: SLATS), einen Technologieträger, der ein Ionentriebwerk einsetzt, um auf einer extrem niedrigen Erdumlaufbahn gegen die Restreibung der Atmosphäre die Flughöhe zu halten.

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Eine Trägerrakete des Typs Sojus FG brachte am 17. Dezember das bemannte russische Raumschiff Sojus MS-07 auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Der Start erfolgte um 8:21 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der Startrampe 1/5 des Kosmodroms in Baikonur, der historischen Startrampe, von der aus schon Juri Gagarin im Jahre 1961 seine Reise ins All antrat.

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Das hat es seit den Zeiten des Shuttles nicht mehr gegeben: Eine "flugerprobte"  Falcon 9 brachte am 14. Dezember eine Nutzlast in den Orbit, die ihrerseits bereits einen Weltraumeinsatz hinter sich gebracht hatte. Der Begriff "flugerprobt" stammt von SpaceX und bezeichnet Erststufen der Falcon 9, die bereits eine Mission absolviert haben. Bei der ISS-Nachschubmission CRS-13 brachte die selbe Falcon 9-Erststufe, mit der im  Juni bereits den Flug CRS-11 auf den Weg gebracht worden war, nun eine Raumkapsel in den Orbit, die bereits im April 2015 eine Nachschubmission (CRS-6) durchgeführt hatte, und damals 37 Tage im Orbit verbracht hatte. Lediglich der "Trunk", die zylindrische Verlängerung der Kapsel und der Hitzeschild sind neu.

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Nach einem vergleichsweise kurzen Aufenthalt an Bord der Internationalen Raumstation kehrte am 14. Dezember die Crew des Raumschiffes Sojus MS-05 wieder sicher zur Erde zurück. Die Landung in der Steppe von Kasachstan erfolgte um 9:38 Uhr mitteleuropäischer Zeit. An Bord der Rückkehrkabine des Raumschiffs befanden sich neben dem russischen Kosmonauten Sergei Rjasanski auch der ESA-Astronaut Paolo Nespoli und der NASA-Astronaut Randy Bresnik. Die drei waren am 28. Juli zur ISS aufgebrochen und hatten insgesamt 138 Tage 7 Stunden und 20 Minuten im Orbit verbracht.

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