Eine Trägerrakete des Typs Atlas 5 der United Launch Alliance brachte am 15. Oktober eine geheime Nutzlast des National Reconnaissance Office (NRO) in den Orbit. Das Raumfahrzeug trägt die Bezeichnung NRO-L52, was nichts mehr besagt, als dass es der 52. Satellit dieser Behörde ist. Aufgabe, Zweck und technische Daten wurden nicht bekanntgegeben.

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Zum dritten Mal in diesem Jahr brachte die russische Raumfahrtagentur Roskosmos ein Nachschubfahrzeug für die Internationale Raumstation in eine Erdumlaufbahn. Das Raumfahrzeug mit der Bezeichnung Progress MS-07 startete am 14. Oktober an Bord einer Sojus 2.1a um 10:57 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der Startrampe 31/6 in Baikonur, und legte am 16. Oktober, um 13:09 Uhr am Pirs Docking-Port der ISS an. Die Chance, das Dockingmanöver in Rekordgeschwindigkeit durchzuführen, verpasste die russische Raumfahragentur allerdings, weil der Start zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt in letzter Sekunde abgebrochen wurde. Damit wurde die Option für ein "superschnelles" Rendezvous-Manöver vertan.

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Das immense Tempo an Starts bei SpaceX hält weiter an. Nur drei Tage nach einer  Mission, bei der 10 Iridium-Kommunikationssatelliten von der Luftwaffenbasis Vandenberg aus in den Orbit gebracht wurden, startete am 12. Oktober schon wieder eine Falcon 9. Dieses Mal von der Startanlage 39A des Kennedy Space Centers in Florida. Dabei wurde eine bereits vorher einmal geflogene Erststufe eingesetzt, das dritte Mal in der Geschichte des Unternehmens (und der Geschichte der Raumfahrt überhaupt), dass so etwas geschieht.

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Eine russische Trägerrakete des Typs Rokot brachte am 13. Oktober den europäischen Umweltbeobachtungssatelliten Sentinel 5P in eine polare, sonnensynchrone Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte um 11:27 Uhr an der Startanlage 133/3 des nordrussischen Weltraumbahnhofs Plesetzk. Das Raumfahrzeug ist Bestandteil der Kopernikus-Konstellation der EU. Seine Aufgabe wird die Überwachung der Atmosphäre, und hier vor allem dem Aufspüren von Spurengasen in der Troposphäre sein.

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Die japanische Raumfahrtagentur JAXA brachte am 9. Oktober die 4. Einheit des so genannten "Quasi-Zenith Satellite Systems (QZSS)" in den Orbit. Bei diesen Raumfahrzeugen handelt es sich um Navigationssatelliten, mit denen in Japans städtischen Häuserschluchten und engen Gebirgstälern eine zentimetergenaue Navigation möglich ist. Die Satelliten strahlen zusätzlich zu den Signalen anderer Navigationssatellitensystemen ein Signal direkt aus dem Zenit über Japan aus, das somit genau senkrecht auf die Erde gerichtet ist. Bei den geografischen und städtebaulichen Bedingungen des Landes sind die herkömmlichen Navigationssignale oft abgeschattet, und eine genaue Positionsbestimmung ist nicht immer möglich.

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