Japan brachte am 1. Juni den zweiten Satelliten seines so genannten Quasi-Zenith Satellite Systems (QZSS) erfolgreich in den vorgesehenen Orbit. Der Start des Raumfahrzeugs mit dem Namen Michibiki-2 erfolgte um 2:17 Uhr mitteleuropäischer Zeit, entsprechend 9:17 Uhr japanischer Ortszeit. Startort war der Yoshinobu Startkomplex am Tanegashima Raumfahrtzentrum der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA. Als Träger wurde die 34. Flugeinheit einer Rakete des Typs H2A-202 eingesetzt.

Weiterlesen: Michibiki-2 ermöglicht genaue Positionsdaten

Am 25. Mai, nur gut zwei Stunden nach dem Start der Rocketlab Electron, brachte Russland einen militärischen Aufklärungssatelliten der EKS-Baureihe in den Orbit. Das Raumfahrzeug ist die zweite Flugeinheit des neuen Tundra-Frühwarnsystems. Aufgabe des Satelliten ist das Aufspüren und die Bahnverfolgung von Raketenstarts weltweit. Als Träger wurde eine Sojus 2.1b "Fregat" eingesetzt. Die Mission war erst der fünfte Orbitalstarts Russlands in diesem Jahr, wenn man die beiden Sojus-Einsätze, die vom europäischen Raumfahrtgelände Kourou aus erfolgten, mitzählt. Das ist eine erheblich geringere Anzahl als in den vergangenen Jahren, wo zum selben Zeitpunkt im Jahr meist schon mindestens 10-12 Flüge durchgeführt worden waren.

Weiterlesen: Russland bringt Aufklärungssatelliten in den Orbit

Eine Trägerrakete des Typs Sojus ST-A brachte am 18. Mai den Kommunikationssatelliten SES-15 in eine geostationäre Transferbahn. Die Mission wurde im Auftrag der Arianespace von der Sojus-Startanlage in Kourou in Französisch Guyana aus durchgeführt. Der Flug begann zu Beginn des Startfensters um 13:54 Uhr mitteleuropäischer Zeit und endete fünf Stunden und 18 Minuten später mit dem erfolgreichen Absetzen des Raumfahrzeugs durch die Fregat M-Oberstufe der Sojus.

Weiterlesen: Arianespace bringt SES-15 mit Sojus in den Orbit

Erstflüge von Trägerraketen scheitern häufig, und noch häufiger scheitern Erstflüge kleiner Orbitalträger. Die Rocketlab Electron machte da bei ihrem Jungfernflug am 25. Mai keine Ausnahme. Das Unternehmen vermeldete zwar nach dem Start etwas euphemistisch „Erfolg: Weltraum erreicht“, aber wer zwischen den Zeilen lesen konnte wusste damit, dass zwar eine Flughöhe von mehr als 100 Kilometern erzielt, die geplante elliptische Orbitalbahn aber verfehlt wurde. Dennoch war die Mission letztendlich erfolgreich, denn eine ganze Reihe von Test-Meilensteinen wurden zufriedenstellend absolviert. Rocketlab plant noch zwei weitere Erprobungsflüge bevor der Träger einsatzbereit erklärt werden soll.

Weiterlesen: Electron verfehlt das Ziel - Peter Beck trotzdem glücklich

SpaceX führte am 16. Mai ihre sechste Orbitalmission innerhalb der letzten vier Monate durch. Dabei wurde der über 6.000 Kilogramm schwere Kommunikationssatellit Inmarsat-5 F4 auf eine supersynchrone geostationäre Transferbahn transportiert. Das Gewicht des Satelliten und die Anforderungen an die Flugbahn erlaubten bei diesem Start keine Rückführung der ersten Stufe. Die Falcon 9 Trägerrakete flog daher ausnahmsweise (aber doch schon zum zweiten Mal in diesem Jahr) in der "expendable"-Version, bei der sich keine Landevorrichtungen an Bord befinden.

Weiterlesen: Sechster Start in vier Monaten bei SpaceX