Am 6. September brachte erstmals eine Falcon 9 den unbemannten X-37B Mini-Shuttle in eine Erdumlaufbahn. Es war dies der fünfte Einsatz für dieses wiederverwendbare Raumfahrzeug, von dem die US-Luftwaffe zwei Stück besitzt. Die früheren Flüge gingen alle mit Trägerraketen des Typs Atlas 5 der United Launch Alliance auf die Reise. Der Start verlief erfolgreich. Die erste Stufe der Falcon 9 landete acht Minuten und 14 Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe, und nachdem sie die zweite Stufe mit dem Raumfahrzeug erfolgreich in einer Höhe von 65 Kilometern und bei einer Geschwindigkeit von 6.500 Kilometern pro Stunde, abgesetzt hatte in der Landing Zone 1. Dieses Arial, auf dem die zurückkehrenden Erststufen der Falcon 9-Trägerraketen landen, befindet sich auf dem ehemaligen Atlas-Startkomplex Nr. 13 in Cape Canaveral.

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Die US-Astronautin Peggy Whitson kehrte am 2. September an Bord der Rückkehrkapsel des Raumschiffes Sojus MS-04 aus dem Orbit wieder zur Erde zurück. Zusammen mit ihr waren der russische Kosmonaut Fjodor Jurtschichin und der US-Astronaut Jack Fischer an Bord von Sojus MS-04. Die Landung erfolgte um 7:22 Uhr Ortszeit in Kasachstan. Whitson stellte bei dieser Mission eine ganze Reihe von Raumfahrt-Rekorden auf.

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Eine Trägerrakete des Typs Orbital/ATK Minotaur IV brachte am Morgen des 26. Augst den Weltraum-Überwachungssatelliten ORS-5 (für: Operationally Responsive Space), sowie drei Cubesats in den Orbit. Der Start von Cape Canaveral aus erfolgte um 8:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit, entsprechend 02:04 Uhr US-Ostküstenzeit. Es war, man glaubt es kaum, in der nunmehr sechzigjährigen Geschichte der Raumfahrt der erste Satellitenstart eines ausschließlich mit Feststoff betriebenen bodengestarteten Trägers von Cape Canaveral aus. Die Einschränkung „bodengestartet“ deshalb, weil Orbital ATK im Bereich der Eastern Testrange, vor der Küste von Cape Canaverals, bereits vor Jahren einmal eine Pegasus-Rakete von einem Flugzeug aus in eine Erdumlaufbahn gestartet hat. Es war der erste Einsatz überhaupt einer Minotaur von Cape Canaveral aus. Frühere Missionen dieses Trägers begann an der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien, in Wallops Island in Virginia oder Kodiak Island in Alaska.

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Die indische Raumfahrtagentur ISRO erlebte am 31. August einen besonders ärgerlichen Fehlschlag. Die erste Startphase für den Navigationssatelliten IRNSS-1H klappte einwandfrei. In der dritten Flugminute löste sich aber die Nutzlastverkleidung nicht, so dass die Kombination aus Nutzlastverkleidung, vierter Stufe und Satellit schließlich in einem zu niedrigen Erdorbit strandete, und der Satellit in der Fairing eingeschlossen blieb. Das ist umso ärgerlicher, als ansonsten alle vier Stufen des Trägers perfekt arbeiteten. Fehler bei der Abtrennung von Nutzlastverkleidungen sind seit dem Beginn des Raumfahrtzeitalters eine der häufigeren Ursachen für Fehlstarts. Fast nie erreicht aber ein Träger in so einem Fall dann noch eine Umlaufbahn, weil das massive Mehrgewicht die Rakete abstürzen lässt, bevor sie in den Orbit gelangt.

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Die Mission vom 24. August 2017, bei der SpaceX den taiwanesischen Erdbeobachtungssatelliten Formosat 5 in eine sonnensynchrone Erdumlaufbahn transportierte, dürfte das schlechteste Geschäft gewesen sein, das Elon Musks Raumtransportunternehmen bis auf den heutigen Tag gemacht hat. Als der Startvertrag vor sieben Jahren abgeschlossen wurde, sollte das Raumfahrzeug eigentlich auf der wesentlich schwächeren Falcon 1e fliegen. Diesen Träger gab Elon Musk aber wieder auf, und versprach allen Kunden, die auf der Falcon 1e gebucht hatten, dafür einen Start auf der um ein vielfaches leistungsfähigeren Falcon 9. Wohl mit dem Hintergedanken, möglicherweise mehrere Nutzlasten miteinander kombinieren zu können und dann am Ende finanziell besser abzuschneiden.

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