Die europäische Raketen-Betreibergesellschaft Arianespace führte am 14. Februar die erste Mission einer Ariane 5 im Jahres 2017 durch. Die Rakete startete dabei von der Anlage 3 des Guyana Space Center, in der Nähe der Stadt  Kourou in Französisch Guyana.  An Bord des Trägers befanden sich die beiden Kommunikationssatelliten SKY Brasil-1 und Telkom-3S. Der Flug trug die Bezeichnung VA 235 (für: Vol Ariane No. 235) und war die zweite von 12 Arianespace-Missionen, die in diesem Jahr mit Trägern der Typen Vega, Sojus und Ariane 5 geplant sind. Der erste Arianespace-Einsatz war vor gut zwei Wochen erfolgt, als eine Sojus ST-B den Kommunikationssatelliten Hispasat 36W-1 ins All brachte.

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Beim ersten Arianespace-Start des Jahres 2017 brachte am 28. Januar eine Rakete des Typs Sojus ST-B den spanischen Kommunikationssatelliten Hispasat 36W1 auf eine geostationäre Transferbahn. Es war dies das erste Mal, dass eine Rakete der Sojus-Reihe vom Guyana Space Center aus für den Start eines geostationären Kommunikationssatelliten eingesetzt wurde. Gleichzeitig war es der 16. Start einer Sojus vom europäischen Raumflughafen aus.

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Die United Launch Alliance (ULA) brachte in den frühen Morgenstunden des 21. Januar (mitteleuropäischer Zeit) einen Frühwarnsatelliten der US-Luftwaffe in einen geostationären Transferorbit. Als Träger wurde eine Atlas 5 401 verwendet. Startort war Cape Canaveral. Es war dies der 68. Einsatz einer Atlas V. Alle Flüge waren von Seiten der Missionserfüllung her gesehen erfolgreich.

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Japan brachte am 24. Januar den militärischen Kommunikationssatelliten DSN-2 erfolgreich auf eine geostationäre Transferbahn. Die Mission nahm am Raumfahrtzentrum Tanegashima um 8:44 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 16:44 Uhr Ortszeit) zu Beginn eines 78 Minuten langen Startfensters ihren Anfang. Als Träger wurde eine H-IIA in der Version 204 eingesetzt. Das ist die leistungsfähigste Variante dieses japanischen Standardträgers. Einer japanischen Tradition folgend wurde der Satellit nach dem erfolgreichen Start umbenannt und bekam den Namen "Kirameki 2".

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Die Entwicklung sehr kleiner Trägerraketen ist problematisch. Sie werden in der Regel mit kleinen Budgets von kleinen Institutionen entwickelt und können häufig nicht die rigorosen Test- und Simulationsprogramme durchlaufen, denen Großträger vor ihrem Erstflug unterzogen werden. Praktisch alle Vorhaben dieser Art sind in der Vergangenheit gescheitert. Dies war vor gut einem Jahr bei der amerikanischen "Super Strypi" nicht anders, einem nur 28 Tonnen schweren Feststoffträger, und so war es auch am 14. Januar mit der japanischen SS-520, die im Erfolgsfalle mit einer Startmasse von nur 2,6 Tonnen zum kleinsten Satellitenträger aller Zeiten geworden wäre.

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