China brachte am 5. November die beiden ersten Flugeinheiten der Beidou-3M Seriensatelliten in eine halb-geosynchrone Erdumlaufbahn. Sie tragen die Bezeichnungen 3M-1 und 3M-2. Im Rahmen der gesamten Beidou-Konstellation, und rechnet man die früheren Bauserien dazu, sind diese beiden Raumfahrzeuge aber schon die Einsatzgeräte Nummer 24 und 25. Der Start erfolgte um 13:45 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der Rampe LC3 auf dem zentralchinesischen Weltraumbahnhof Xichang.

Nach einer längeren Startunterbrechung kam dabei die Langer Marsch 3B/Y1 wieder zum Einsatz. Sie ist momentan die stärkste chinesische Einsatzrakete, nachdem die Langer Marsch 5 nach einem Fehlstart in diesem Sommer "gegrounded" ist. Nach einem Teilversagen im Juli, bei dem der Kommunikationssatellit ChinaSat-9A auf einer zu niedrigen Umlaufbahn abgesetzt worden war, waren aber auch die Flüge der Langer Marsch 3B/Y-1 ausgesetzt worden. Eigentlich hätten die beiden Navigationssatelliten bereits im Juli gestartet werden sollen.

Die neuen Einheiten der 3M-Serie (es gab übrigens auch eine Vorserienversion mit der Bezeichnung 3MS) basieren auf einer neuen Plattform mit Phased Array-Antennen und Laser-Retroreflektoren. Das Gewicht der Raumfahrzeuge liegt bei jeweils gut 1.000 Kilogramm. Sie wurden von der Y1-Kickstufe direkt in den halbsynchronen Orbit mit einer Bahnhöhe von etwa 21.500 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 55,5 Grad transportiert.

In seiner vollständigen Ausbauphase, geplant für 2020, wird das chinesische Navigations-Satellitensystem 35 aktive Flugeinheiten umfassen: 27 Raumfahrzeuge auf halbsynchronen Bahnen, fünf auf normalen geostationären Bahnen und drei Einheiten auf inklinierten geostationären Orbits.

Bericht: Start der Langer Marsch 3B mit den Beidou-Satelliten 3M-1 und 3M-2; Credit: ChinaNews