Drei Raumflugveteranen machten sich am 27. Juli vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus auf den Weg zur Internationalen Raumstation.  Ihr Raumschiff - Sojus MS-05 - flog unter dem Kommando des russischen Kosmonauten Sergei Rjasanski. Mit ihm an Bord waren noch der ESA-Astronaut Paolo Nespoli und sein NASA-Kollege Randy Bresnik. Die drei sollen voraussichtlich bis November an Bord der Station bleiben.

Rjasanski hat bereits im Jahre 2014 einen Flug zur ISS absolviert, der 166 Tage dauerte. Auch für den Amerikaner Randy Bresnik ist es der zweite Raumflug. Er flog seine erste Mission vor knapp acht Jahren. Damals war er Mitglied der Shuttle-Mission STS-129 auf der Raumfähre Atlantis. Und auch damals ging die Reise zur ISS, wenn auch nur für elf Tage. Der Mann mit der größten Flugerfahrung an Bord ist der ESA-Astronaut Paolo Nespoli. Er war ebenfalls schon bei einer Shuttle-Mission dabei, und zwar im Jahre 2006 bei der 15-tägigen STS-120 Flug, der mit der Raumfähre Discovery zur ISS führte. Im Dezember 2010 flog er mit Sojus TMA-20 zur ISS und blieb dann mehr als 159 Tage im Weltraum. Nespoli ist außerdem der älteste aktive Astronaut der ESA. Er wurde am 6. April 60 Jahre alt.

Das Andocken am Rasvet-Modul der Raumstation erfolgte etwas mehr als sechs Stunden nach dem Start, um 23:54 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

An Bord der Raumstation befinden sich vor der Ankunft der drei neuen Besatzungsmitglieder die beiden NASA-Astronauten Peggy Whitson und Jack Fischer, sowie der russische Kosmonaut Fjodor Jurtschikin. Mit der Ankunft der Sojus MS-05 Crew ist somit die sechsköpfige Soll-Mannschaftsstärke an Bord der ISS wieder hergestellt.

Bild: Missionslogo Sojus MS-05; Credit: Roskosmos