Am 20. April startete das bemannte russische Raumschiff Sojus MS-04 zur Internationalen Raumstation. An Bord befanden sich der russische Kommandant Fjodor Jurtschikin und der NASA Astronaut Jack Fischer. Nach der derzeitigen Planung sollen die beiden 136 Tage im Orbit verbringen und im September wieder zur Erde zurückkehren.

Fischer ist zum ersten Mal im Weltraum. Jurtschikin dagegen ist einer der weltweit erfahrensten Raumflieger, der auf seinen bisherigen vier Einsätzen bereits 537 Tage im Weltraum zugebracht hat.

Die Mission begann auf die Sekunde pünktlich um 9:13 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Knapp neun Minuten später war ein erster Übergangsorbit mit einem Perigäum von 199 Kilometern, einem Apogäum von 257 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 51,67 Grad erreicht. Von hier aus begab sich die Sojus in einem verkürzten Anflugverfahren auf die Verfolgung zur ISS. Bei dieser Anflugvariante, die eine hohe Einschusspräzision der Trägerrakete verlangt, kann die ISS innerhalb von vier Erdumkreisungen (oder knapp sechs Stunden Flugzeit) erreicht werden. Allerdings erfordert sie auch zusätzlich eine Reihe von Bahnkorrekturmanövern in relativ kurzer Zeit. Das erste fand 42 Minuten nach dem Start statt und erhöhte die Geschwindigkeit des Raumschiffs um 21,6 Meter pro Sekunde. Sechs Stunden und fünf Minuten nach dem Verlassen der Startrampe in Baikonur koppelte Sojus MS-04 an der Raumstation an.

Die beiden neuen Besatzungsmitglieder gesellen sich nun zur Expedition 51, mit der Kommandantin Peggy Whitson von der NASA, dem Kosmonauten Oleg Nowitzky von Roskosmos und dem ESA-Astronauten Thomas Pesquet.

Bild: Emblem der Mission Sojus MS-04; Credit: Roskosmos