China brachte am 12. April einen experimentellen Nachrichtensatelliten mit der Bezeichnung Shijian-13 in einen geostationären Transferorbit. Die Mission begann um 0:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Startkomplex 2 des Raumfahrtzentrums Xichiang, das in der Provinz Sichuan liegt. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 eingesetzt.

Das beim Start 4,6 Tonnen schwere Raumfahrzeug basiert auf der DFH-3B Plattform der China Academy of Space Technology (CAST), einem Bus für mittelgroße Nutzlasten, der etwa etwa zwei Kilowatt elektrische Leistung zur Verfügung stellen kann. Es ist dieselbe Plattform, die China auch für das Beidou-Kommunikationssatellitensystem verwendet. Shijian-13 wurde von seinem Träger auf einem Orbit mit einem Perigäum von 243 Kilometern, einem Apogäum von 41.745 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 20,96 Grad abgesetzt.

Nach dem Durchlaufen der Testphase wird der Satellit an die China Satcom übergeben und dann unter der Bezeichnung ChinaSat 16 seinen kommerziellen Dienst aufnehmen. Das Raumfahrzeug wird auf 110,5 Grad östlicher Länge stationiert, soll dort 15 Jahre im Einsatz bleiben und über seine 26 Ka-Band Transponder Kommunikationsdienstleistungen zur Verfügung stellen.

Das Raumfahrzeug ist erstmals in China mit Ionentriebwerken für die Regulierung der Orbitposition, das so genannten „Station keeping“, ausgerüstet. Er ist zu einem Datendurchsatz von bis zu 20 Gigabyte pro Sekunde in der Lage. Zusätzlich verfügt es über eine Experimentalanordnung für Laserkommunikation vom Raumfahrzeug zu Bodenstationen.

Bild: Langer Marsch 3B mit Shijian 13 vor dem Start. Credit: ChinaNews