Beim dritten Einsatz in diesem Jahr hat eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 den kommerziellen Nachrichtensatelliten Echostar 23 auf eine supersynchrone geostationäre Transferbahn gebracht. Wegen des hohen Gewichts des Satelliten wurde die Falcon 9 nach längerer Zeit wieder einmal in der "Expendable"-Version geflogen, also ohne Landebeine, Steuertriebwerke und die so genannten Grid-Fins, die immer dann benötigt werden, wenn die ersten Stufe des Trägers gelandet werden soll. Der Start verlief vollständig erfolgreich.

Die Mission begann, nach einer kurzen Verschiebung um 25 Minuten wegen zu starker Höhenwinde, um exakt 7:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (2:00 Uhr US-Ostküsten-Winterzeit). Bei dieser Mission verfügte SpaceX über ein Startfenster von zweieinhalb Stunden. Startort war die historische Anlage 39A, die damit nach siebenjähriger Pause wieder einen Nachtstart erlebte.

Mit einer Startmasse von 5.500 Kilogramm war Echostar 23 die schwerste Nutzlast, die eine Falcon 9 bisher in den geostationären Transferorbit gebracht hat. Exakt 34 Minuten nach dem Verlassen der Startplattform gab die zweite Stufe den Satelliten frei. Die erzielte Bahn wies ein Perigäum von 179 Kilometern, ein Apogäum von 35.903 Kilometern und eine Bahnneigung zum Äquator von 22,43 Grad auf.

Das Raumfahrzeug wurde von Space Systems Loral auf Basis der SSL 1300-Plattform gebaut und ist für Ku-Band, Ka-Band und S-Band Kommunikation ausgelegt. Echostar, die Gesellschaft dem der Satellit gehört, wird das Raumfahrzeug auf eine geografischen Länge von 45 Grad über dem Äquator betreiben.

Und noch ein wenig Statistik:  Der Start war der 96. Von der Startanlage 39A, der 155. vom Startkomplex 39 und der 156 insgesamt vom Kennedy Space Center. Es war auch der 31. Start einer Falcon 9-Rakete, die ihren Erstflug im Juni 2010 hatte.

 

Bild: Missionslogo; Credit: SpaceX