Am 13. Januar kehrte die Falcon 9 von SpaceX wieder erfolgreich in den aktiven Dienst zurück. Der Start war der erste, seit ein Träger dieses Typs am 1. September zwei Tage vor einem geplanten Start bei der Betankung für einen statischen Brenntest völlig unvermittelt explodierte. Bei dieser "return-to-flight" Mission transportierte die Falcon 9 insgesamt 10 Satelliten der Iridium NEXT-Konstellation in den Orbit. Nicht nur der Transport in den Orbit verlief problemlos, auch die Landung der ersten Stufe auf einem unbemannten Bergungsschiff im Pazifik war vollständig erfolgreich.

Die Startmission begann um 18:54 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien. Es war die erste SpaceX-Mission von diesem Startort seit einem Jahr. Drei Sekunden vor dem Abheben zündeten die neun Merlin-Triebwerke der ersten Stufe. Diese Antriebseinheit lief dann für zwei Minuten und 24 Sekunden, bevor die Triebwerke zum ersten Mal stillgelegt wurden. Drei Sekunden später trennten sich erste und zweite Stufe, weitere acht Sekunden später zündete die zweite Stufe für eine Zeitspanne von sechs Minuten und 34 Sekunden und setzte den Aufstieg in den Orbit fort.

Nachdem die zweite Stufe mit der Nutzlast den Orbit erreicht hatte, und das einzelne Merlin-Triebwerk zum ersten Mal stillgelegt worden war, folgte eine 43 Minuten und 21 Sekunden lange Phase freier Drift, bis die Kombination das Apogäum der Orbitalbahn erreicht hatte. Dann zündete das Triebwerk ein zweites Mal, dieses Mal nur noch für vier Sekunden, um die Bahn zu zirkularisieren. Die Freigabe der Iridium-Satelliten begann 29 Minuten und 16 Sekunden nach dem Verlassen der Startrampe. Die Einheiten wurden in Abständen von 100 Sekunden eine nach der anderen freigegeben. Der Zielorbit wies ein Apogäum von 620 Kilometern, ein Perigäum von 605 Kilometern und eine Bahnneigung zum Äquator von 86,65 Grad.

Während die zweite Stufe ihre Orbitalmission absolvierte, führte die erste Stufe einen kontrollierten Abstieg in die Erdatmosphäre durch, der in einer perfekten Landung auf dem Bergungsschiff "Of Course I Still Love You" endete. Damit war SpaceX bislang bei sechs Landungen erfolgreich.

Der Flug war der erste von insgesamt acht Einsätzen, die SpaceX für Iridium fliegen will. Das Unternehmen will seine Konstellation von 66 Kommunikationssatelliten vollständig erneuern.  Die ursprünglichen Iridium-Satelliten sind teilweise schon 20 Jahre alt und wurden zwischen 1997 und 2002 gestartet. Während die erste Konstellation von einer ganzen Reihe unterschiedlicher Träger gestartet wurden, wird die Iridium NEXT-Serie ausschließlich mit der Falcon 9 in den Orbit gebracht.

Während die ursprünglichen Iridium-Satelliten von Motorola gebaut worden waren, stammt die zweite Serie von Thales Alenia Space, wobei allerdings die Endmontage bei Orbital ATK in Gilbert, Arizona erfolgt. Insgesamt wurden 81 Einheiten hergestellt, die 15 überzähligen Einheiten sind Reserveexemplare. Die Kosten des Gesamtprogramms werden auf drei Milliarden Dollar geschätzt. Jeder der Iridium NEXT Satelliten wiegt beim Start 860 Kilogramm und hat eine Design-Lebensdauer von zehn Jahren.

Bild: Missionslogo des Iridium-1 Starts. Credit: SpaceX