Am 8. April startete eine Trägerrakete des Typs Falcon 9 FT mit dem achten Versorgungsfahrzeug des Typs Dragon zur Versorgung der Internationalen Raumstation. Die Mission trägt die Bezeichnung SpaceX CRS-8. Das Vehikel ist damit das vierte Besuchsschiff, das innerhalb von nur vier Wochen zum Außenposten fliegt. Für SpaceX war es die erste Versorgungsmission der ISS, seit es im Juni letzten Jahres zu einem Startversager der Falcon gekommen war. Die letzte erfolgreiche Dragon-Mission zur internationalen Raumstation hatte im April letzten Jahres stattgefunden.

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Nach einer ganzen Reihe von Jahren brachte China am 5. April wieder einen rückführbaren Forschungssatelliten der Shijian-Reihe in der Orbit. Shijian-10, so der Name des Raumfahrzeugs,  ist eine verbesserte Version des Shijian-8 Satelliten, der im Jahre 2006 gestartet wurde und 15 Tage später wieder zur Erde zurückkehrte. Shijian-10 ist aber insgesamt schon der insgesamt 24. unbemannte rückkehrfähige Satellit Chinas. Wie sein Vorgänger Shijian-8 soll er etwa zwei Wochen auf einer Umlaufbahn mit einem Perigäum von 232 Kilometern, einem Apogäum von 268 Kilometern und einer Bahnneigung von 42,9 Grad zum Äquator verbleiben, und danach am Fallschirm in Inneren Mongolei landen.

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Am Abend des 31. März brachte Russland das unbemannte Versorgungsschiff Progress MS-2 auf den Weg zur Internationalen Raumstation. Der Flug ist die erste von insgesamt drei für dieses Jahr geplanten Progress-Missionen. Es ist gleichzeitig der zweite unbemannte Raumfrachter, der innerhalb der letzten acht Tage zum Außenposten gesendet wurde. Am 23. März war bereits eine Atlas 5 mit einem Cygnus-Frachter gestartet, der 3,4 Tonnen Versorgungsgüter zur ISS brachte. Progress MS-2 hat 2.425 Kilogramm Fracht an Bord.

Weiterlesen: Russland sendet Progress MS-2 zur ISS

Beim - aus westlicher Sicht - dritten Orbitalstart des Jahres 2016 brachte China die inzwischen schon 22.  Einheit für sein Navigationssatellitensystem Beidou in den Orbit. China selbst betrachtet den Flug im Übrigen erst als den Start Nummer eins des neuen Jahres, denn nach dem chinesischen Kalender hat das Jahr (es ist das "Jahr des Affen") eben erst angefangen. Die Mission begann am zentralchinesischen Weltraumbahnhof Xichang. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 3A eingesetzt.

Weiterlesen: China bringt Beidou Nummer 22 in den Orbit

Russland brachte am 24. März einen neuen digitalen Fotoaufklärer der Bars-M Klasse in einen niedrigen Erdorbit. Der Start erfolgte von Plesetzk aus. Als Trägerrakete wurde eine Sojus 2.1a in einer Version ohne orbitale Oberstufe eingesetzt. Der Start verlief erfolgreich und die Nutzlast wurde etwa 10 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe auf einer Übergangsumlaufbahn ausgesetzt. Von hier aus wird der Satellit mit seinen Bordtriebwerken einen sonnensynchronen Orbit ansteuern.

Weiterlesen: Russland startet militärischen Aufklärer

Den Leistungsreserven der Centaur-Oberstufe war es am 23. März zu verdanken, dass der Cygnus-Raumfrachter S.S. Rick Husband am Ende doch noch sicher in den vorgesehenen Orbit gelangte. Die erste Stufe der Atlas V 401 - Trägerrakete hatte eine so signifikante Minderleistung verzeichnene, dass die Brenndauer ihrer Oberstufe um 80 Sekunden verlängert werden musste, um das Defizit auszugleichen. Derart großen Reserven sind nur bei wenigen Missionen verfügbar, und so war hier auch eine Menge Glück mit im Spiel, dass die Startmission dennoch erfolgreich verlief, und die Atlas V nicht ihren ersten Misserfolg bei insgesamt bisher 62 erfolgreichen Starts eingefahren hätte.

Weiterlesen: Atlas V schwächelt - S.S. Rick Husband trotzdem sicher im Orbit

Es ist noch gut ein Jahr, bis wieder US-Astronauten mit amerikanischen Raumschiffen von US-Boden aus zur internationalen Raumstation fliegen können. Bis dahin müssen sie ihre Weltraum-Landesrekorde wohl oder übel weiter mit russischer Hilfe erzielen. Erst vor zwei Wochen kam Scott Kelly nach einem Daueraufenthalt von 340 Tage aus dem Orbit zurück und stellte damit einen neuen – amerikanischen - Langzeitrekord auf. Bei seinen vier Raumflügen zusammen hat er sogar mehr als 520 Tage im Weltraum zugebracht. Diesen US-Rekord wird aber - wenn alles nach Plan läuft - im Spätsommer Jeffrey Williams brechen, der am 19. März zusammen mit seinen beiden russischen Kollegen Alexei Ofchinin und Oleg Skripocha mit Sojus TMA-20M zur Internationalen Raumstation aufbrach.

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