Am 7. Dezember startete die indische Raumfahrtagentur ISRO den Umwelt-Monitoringsatelliten Resourcesat-2A. Als Träger wurde ein "Polar Satellite Launch Vehicle" (PSLV) eingesetzt. Startort war das Satish Dhawan Raumfahrtzentrum auf der ostindischen Insel Shriharikota.

Die Mission begann exakt zum Öffnungszeitpunkt des Startfensters, um 10:24 Uhr indischer Standardzeit (entsprechend 5:54 Uhr mitteleuropäischer Zeit). 25 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe lieferte die vierte Stufe des Trägers den Satelliten auf einem polaren, sonnensynchronen Orbit in einer Höhe von 820 Kilometern und mit einer Bahnneigung von 98,7 Grad zum Äquator ab. Die PSLV ist in mehreren Versionen verfügbar. Für den Start von Resourcesat-2A war die schwerste Variante erforderlich, die PSLV-XL, die mit sechs zusätzlichen Feststoffboostern für die Startunterstützung bestückt ist. Es war dies der 38. Start einer Rakete dieser Reihe. 36 dieser Missionen waren vollständig erfolgreich, eine war ein Teilerfolg und eine Mission  - das war der Erstflug - war ein Fehlschlag. Für die XL-Variante der PSLV war es der 15. Start.

Bei der Nutzlast handelt es sich um den Erdbeobachtungssatelliten Resourcesat-2A. Er ist die Ersatzeinheit für den inzwischen fünfeinhalb Jahre alten Resourcesat-2A. Beide Satelliten sind nahezu identisch. Die wie ihr Vorgänger 1.235 Kilogramm schwere Nachfolgeeinheit ist ebenfalls für eine Lebensdauer von mindestens fünf Jahren ausgelegt.

Der Start war die siebte Orbitalmission Indiens in diesem Jahr. Sechs davon wurden mit dem PSLV-Träger durchgeführt, eine mit dem größeren "Geosynchronous Satellite Launch Vehicle" (GSLV). Noch nie zuvor hat das Land im Zeitraum eines Jahres eine solche Anzahl von Starts absolviert. Alle Flüge verliefen erfolgreich. Die schnelle Folge von Starts in Indien setzt sich fort. Schon in sechs Wochen, am 18. Januar ist die nächste Mission geplant. Dann soll ein GSLV-Träger den Erdbeobachtungssatelliten Cartosat-2D starten.

Bild: Start von Resourcesat-2A. Credit: ISRO