Eine Trägerrakete des Typs H-IIA brachte am 2. November den japanischen Wettersatelliten Himawari 9 in eine geostationäre Transferbahn. Die Mission begann um 7:20 Uhr mitteleuropäischer Zeit am Tanegasima Space Centre auf der Insel Osumi. Die Bezeichnung des Raumfahrzeugs ist Himawari 9. Die Bezeichnung bedeutet "Sonnenblume". Es handelt sich dabei um die zweite Einheit der dritten Generation japanischer Wettersatelliten. Himawari 8 war im Oktober 2014 gestartet worden. Beide Satelliten sollen bis Ende der zwanziger Jahre Dienst tun.

Die Himawari-Reihe geht zurück bis in das Jahr 1977. Damals wurde der erste einer Serie von fünf Einheiten gestartet, die Japan in den USA bei Hughes Aircraft bestellt hatte. Sie wurden bis 1995 gestartet. Zwei weitere Einheiten sechs und sieben wurden von Space Systems Loral hergestellt. Erst die beiden aktuellen Einheiten stammen aus japanischer Fertigung. Sie wurden von Mitsubishi entwickelt und gebaut. Die Kunden für die Leistungen dieser Satelliten sind die Japan Meteorological Agency (JMA) und das japanische Transportministerium.

Japan benötigt nur einen einzelnen geostationären Wettersatelliten. Diese Rolle nimmt derzeit Himawari 8 wahr. Himawari 7 funktioniert allerdings auch noch gut, und ist derzeit als Reservesatellit im "standby"-Modus. Sobald die aktive Lebensdauer von Himawari 7 beendet ist, wird zunächst Himawari 9 die Rolle des Reservesatelliten übernehmen. In fünf oder sechs Jahren sollen dann die Rollen wieder getauscht werden. Dieser Austausch ist wegen der begrenzten Lebensdauer einiger Instrumente notwendig. Alle drei Einheiten sind derzeit auf 140 Grad östlicher Länge über dem Äquator stationiert.

Himawari 9 hat ein Startgewicht von 3.500 Kilogramm. Für die Trägerrakete war es der 31. Einsatz seit dem Jungfernflug dieses Typs im Mai 2001. 30 dieser Flüge waren erfolgreich, der einzige Fehlstart ereignete sich im November 2003, als sich eines der Boostertriebwerke nach dem Ausbrennen nicht von der Zentralstufe löste. Dieses Mal verlief der Start aber einwandfrei, wie stets in den vergangenen 13 Jahren, und 28 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe war die Mission des Trägers mit dem Absetzen des Satelliten erfolgreich abgeschlossen.

Bild: Start der H-IIA 202 mit dem Wettersatelliten Himawari 9. Credit: JAXA