Ein russischer Kosmonaut, ein Raumfahrer der japanischen Weltraumagentur JAXA und eine NASA-Astronautin kehrten am 30. Oktober nach einem Aufenthalt von 115 Tagen im Orbit sicher zur Erde zurück. Die Landung in der kasachischen Steppe erfolgte um 5:58 Uhr mitteleuropäischer Zeit (entsprechend 9:58 Uhr Ortszeit). Die russischen Bergungsverbände waren bereits unmittelbar nach dem Aufsetzen der Kapsel vor Ort. Insgesamt hatten die drei Raumfahrer während ihres Aufenthaltes an Bord der Internationalen Raumstation die Erde 1.840mal umkreist.

Bei der Landung (wie auch schon beim Start am 7. Juli) saß der Kommandant von Sojus MS-01, Anatoli Iwanischin, in der mittleren Position. Links von ihm saß der Japaner Takuya Onishi und rechts Kate Rubins. Die Kapsel war beim Aufsetzen in aufrechter Position stehen geblieben, eine eher seltene Landeposition für die Sojus. Die Landung erfolgte bei Temperaturen knapp über dem Nullpunkt, aber bei schönen Wetter.

Der wissenschaftlich vielleicht wichtigste Aspekt der Expedition 49 war, dass es Kate Rubins an Bord der ISS erstmals gelang, eine detaillierte DNA-Analyse im Weltraum durchzuführen. Das bedeutet, dass zukünftig biologische Proben nicht erst zur Erde zurückgeflogen werden müssen, um dort die Analysen durchzuführen. Kate Rubins ist Mikrobiologin.

Die drei Raumfahrer machten einen körperlich und mental ausgezeichneten Eindruck. Nach einer kurzen medizinischen Überprüfung wurden sie mit dem Hubschrauber nach Karaganda geflogen. Dort gab es die übliche kleine Willkommenszeremonie. Danach teilte sich die Crew. Iwanischin bestieg ein Flugzeug nach Moskau, um sich im Sternenstädtchen unter medizinischer Aufsicht von der Mission zu erholen, Rubins und Onishi wurden von einem NASA-Flugzeug nach Houston ins Johnson Space Flight Center gebracht.

In der ISS zurück blieben der Kommandant der Expedition 50, der Amerikaner Shane Kimbrough, und seine beiden russischen Kollegen Sergei Ryschikow und Andrei Borisenko. Diese drei waren erst am 21. Oktober mit Sojus MS-02 zur ISS gekommen. Sie werden jetzt für die kommenden drei Wochen die Station für sich haben, bis dann am 19. November mit Sojus MS-03 Oleg Novitzki, Peggy Whitson und Thomas Pesquet zu ihnen stoßen werden.

Bild: Die Rückkehrkapsel hängt unter dem Landefallschirm und lässt gerade den nicht mehr benötigen Lageregelungstreibstoff ab. Credit: NASA Bill Ingals