Eine Trägerrakete des Typs GSLV Mk. 2 brachte am 8. September den Wettersatelliten Insat 3DR in eine geostationäre Transferbahn. Der Start verlief problemlos, was für diese Trägerrakete keine Selbstverständlichkeit ist. Von den zehn bisherigen Starts GSLV-Starts aller Varianten waren nur fünf vollständig erfolgreich, die letzten drei Missionen, inklusive des aktuellen Fluges, immerhin in Serie. In der Variante Mark 2 flog die GSLV viermal, eine Mission schlug fehl.

Die Mission der beim Start 414 Tonnen schweren Rakete begann um 13:20 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Startanlage 2 des Satish Dhawan Raumfahrtzentrums auf der ostindischen Insel Shriharikota. Die Mark 2-Version der GSLV ist mit einer in Indien entwickelten Oberstufe ausgerüstet, die mit flüssigem Sauerstoff und flüssigem Wasserstoff betrieben wird, wogegen die Mk 1-Variante, die mit den gleichen Treibstoffen arbeitet, mit einem russischen Triebwerk bestückt ist.

Der 2.210 Kilogramm schwere Satellit (wovon 1.255 Kilogramm Treibstoff sind) wurde nach auf einer geostationären Transferbahn mit einem Perigäum von 170 Kilometern, einem Apogäum von 35.975 Kilometern und einer Bahnneigung zum Äquator von 20,6 Grad abgesetzt. Der Absetzzeitpunkt war 17 Minuten und vier Sekunden nach der Zündung der Triebwerke. Das eigene Antriebssystem des Satelliten wird nun in den nächsten Wochen die Bahn nach und nach auf den geostationären Orbit anheben. Am Schluss soll das Raumfahrzeug auf einer geografischen Länge von 74 Grad Ost über dem Äquator stationiert werden.

INSAT 3DR soll INSAT-3D ersetzen, der im Jahre 2013 mit einer Ariane 5 gestartet worden war. Der relativ schnelle Ersatz - geplant war bei dieser ursprünglichen Einheit eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren - wurde notwendig, weil INSAT-3D schon bald nach dem Start schwerwiegende technische Probleme zeigte.

Bild: Start der GSLV Mk 2 mit INSAT 3DR. Credit: ISRO