Nach 172 Tagen im Weltraum und 2.752 Erdumkreisungen kehrte der scheidende Kommandant der Internationalen Raumstation, der US-Astronaut Jeffrey Williams, zusammen mit seinen beiden russischen Kollegen Alexei Owtschinin und Oleg Skripotschka wieder zur Erde zurück. Die Landung der Rückkehrkapsel von Sojus TMA-20M erfolgte um 3:13 Uhr mitteleuropäischer Zeit exakt im vorgesehenen Zielgebiet in Zentral-Kasachstan.

Die Crew überstand die Landung in guter Verfassung. Alle drei wurden nach einer kurzen medizinischen Untersuchung zunächst mit dem Hubschrauber nach Karaganda gebracht. Von dort aus flog Williams mit einem Jet der NASA nach Houston, während seine drei russischen Kollegen ins so genannte "Sternenstädtchen" nach Moskau gebracht wurden.

In der ISS zurück bleiben der neue Kommandant, der russische Kosmonaut Anatoli Iwanischin, die US-Astronautin Kate Rubins und der japanische Astronaut Takuya Onishi. Sie waren am 6. Juli mit Sojus MS-01 zur ISS gekommen. Sie werden die Raumstation jetzt bis mindestens zum 21. Oktober für sich alleine haben. Erst dann werden Sergei Ryzikow, Andrei Borisenko und Shane Kimbrough erwartet, mit denen die Besatzungsstärke dann wieder sechs Personen erreichen wird.

Williams hat bei seinen nunmehr insgesamt vier Raumflügen 534 Tage im Weltraum verbracht und ist damit gegenwärtig der erfahrenste US-Astronaut. In der "Weltrangliste" ist er damit allerdings nur die Nummer 14, denn 13 russische Kosmonauten haben längere kumulative Aufenthalte im Weltraum auf ihrem Konto. Derzeitiger Rekordhalter ist Gennadi Padalka, der insgesamt 878 Tage im Orbit verbracht hat. Für Owtschinin war es die erste Mission, für Skripotschka der zweite Flug. Er hat nun insgesamt 331 Tage Weltraum-Erfahrung auf seinem Konto.

Bild: Landung in Kasachstan. Credit: NASA