China hat am 26. Juni einen überraschenden Orbitalstart unternommen und dabei den Erdbeobachtungssatelliten Gaofen 8 auf eine sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht. Die Mission begann an der Startanlage 9 des Weltraumbahnhofs Taiyuan. Als Träger wurde eine Rakete des Typs Langer Marsch 4B eingesetzt. Selbst die obligatorische Warnung für die Seeschifffahrt und die Luftfahrt, die so genannte NOTAM (Notice to Airmen), erfolgte erst weniger als 24 Stunden vor dem Start.

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Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus 2.1b brachte am 23. Juni den dritten und möglicherweise auch schon letzten Aufklärungssatelliten der Persona-1 Reihe in den Orbit. Der Start erfolgte um 18:44 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom militärisch geprägten nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetzk aus. Bei den Raumfahrzeugen der Persona 1-Reihe handelt es sich um optisch-elektronische Spionagesatelliten hoher Leistungsfähigkeit.

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In den frühen Morgenstunden des 23. Juni (mitteleuropäischer Zeit) brachte eine Trägerrakete des Typs Vega einen Umweltbeobachtungssatelliten der europäischen Union auf eine sonnensynchrone polare Erdumlaufbahn. Sentinel 2A, so der Name des Raumfahrzeugs, ist der zweite in einer Serie von mehr als einem Dutzend neuer Erderkundungssatelliten, mit denen Europa in den nächsten Jahren unsere Umwelt genau unter die Lupe nehmen will.

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Nur sechs Wochen nach dem Start einer Sojus 2.1a, die ein Frachtraumschiff des Typs Progress M irregulär im Orbit ablieferte, startete Russland erneut eine Rakete dieses Typs. Dabei brachten die Streitkräfte am 5. Juni einen Aufklärungssatelliten der Kobalt-M Reihe von Plesetzk aus in eine niedrige Erdumlaufbahn. Am 28. April hatte es ein Problem bei der Trennung der dritten Stufe mit dem Raumfahrzeug gegeben, das dazu führte, dass die Progress beschädigt wurde, ins Trudeln geriet und in der Folge ihre Mission nicht ausführen konnte.

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Zum 65. Mal in Folge ist am 27. Mai eine Ariane 5 erfolgreich von der Startanlage 3 am Weltbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet und hat damit erneut die außerordentliche Zuverlässigkeit dieser europäischen Trägerrakete unter Beweis gestellt. Bei dieser Missoin wurde DIRECTV 15, der 100. von Airbus Defence and Space gebaute geostationäre Telekommunikationssatellit, ins All gebracht. Airbus DS ist Hauptauftragnehmer sowohl für die Trägerrakete wie auch für DIRECTV 15. Die andere Nutzlast, Sky Mexico 1, wurde von Orbital Sciences hergestellt.

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Am 20. Mai brachte eine Atlas 5 501 der United Launch Alliance (ULA) zum vierten Mal ein wiederverwendbares unbemanntes Raumschiff des Typs X-37B OTV (für “Orbital Test Vehicle”) in eine Erdumlaufbahn. Es existieren zwei Raumfahrzeuge dieser Kategorie, beide gehören der US-Luftwaffe. Der Start erfolgte, wie bei den drei vorausgegangenen Missionen, vom Startkomplex 41 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral in Florida.

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Zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen traf am 16. Mai ein Fehlschlag das russische Raumfahrtprogramm. Eine Proton M mit dem kommerziellen Nachrichtensatelliten Mexsat 1 an Bord stürzte ab. Zu einem Zeitpunkt, als die dritte Stufe nur noch wenige Sekunden hätte arbeiten müssen, bevor sich die Orbitaleinheit, bestehend aus einer Briz-M Oberstufe und dem Satelliten sich von ihr getrennt hätte.

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