Knapp die Hälfte der Erstflüge neuer Trägerraketen misslingt. Dieser Hälfte war am 4. November leider auch der Jungfernflug der Super Strypi zuzurechnen. Sie ist die erste Vertreterin einer neuen Generation von Kleinträgern, die auf den wachsenden Markt für Kleinsatelliten und Cubesats zugeschnitten sind. Der Flug dauerte nur eine knappe Minute. Die 13 Kleinsatelliten an Bord wurden zerstört.

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China brachte am 3. November einen neuen Kommunikationssatelliten in den Orbit. Das Raumfahrzeug mit dem Namen Zhongxing-2C, gelegentlich auch als „Chinasat 2C“ bezeichnet, dürfte speziell für Nachrichten- und Datenübertragungszwecke der chinesischen Streitkräfte eingesetzt werden. Das Raumfahrzeug startete auf einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3C/G2 vom zentralchinesischen Weltraumbahnhof Xichang aus.

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Beim dritten Atlas V-Starts innerhalb von nur 29 Tagen brachte ein Träger dieses Typs am 31. Oktober im Auftrag der US-Luftwaffe einen weiteren Satelliten des Global Positioning Systems in den Orbit. Das Raumfahrzeug trägt die Bezeichnung GPS IIF-11. Am 2. Oktober hatte eine Atlas V bereits den mexikanischen Kommunikationssatelliten Morelos 3 auf eine geostationäre Transferbahn gebracht, und am 8. Oktober einen Aufklärungssatelliten für das National Reconnaissance Office.

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Am 16. Oktober brachte eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Briz M den türkischen Kommunikationssatelliten Türksat 4B auf eine geostationäre Transferbahn. Die über neun Stunden dauernde Startmission begann um 22:41 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf dem russischen (aber in Kasachstan gelegenen) Weltraumbahnhof Baikonur. Der Missionserfolg konnte erst am Morgen des 17. Oktober vermeldet werden.

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Am 16. Oktober brachte eine chinesische Trägerrakete des Typs Langer Marsch 3B/G2 den Kommunikationssatelliten Apstar 9 auf eine geostationäre Transferbahn. Die Mission begann um 18:13 Uhr mitteleuropäischer Zeit am zentralchinesischen Raumfahrtzentrum Xichang. Der Satellit gehört der ATP Satellite Company Ltd. in Hongkong. Der Gesamtwert des Vorhabens für den Bau und den Start des Satelliten betrug 211,2 Millionen Dollar.

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Beim zweiten Start einer Atlas V innerhalb von nur sechs Tagen brachte ein Träger dieses Typs ein - zumindest offiziell - unspezifiziertes Satellitenduo des National Reconnaissance Office auf einen niedrigen Erdorbit relativ hoher Inklination. Das ist der kürzeste Zeitraum den es jemals zwischen zwei Atlas V-Starts gab. Anders als der Träger vor sechs Tagen, der den mexikanischen Kommunikationssatelliten Morelos-3 von Cape Canaveral aus in den Orbit transportierte, begann die Mission am 8. Oktober auf der Luftwaffenbasis Vandenberg. Neben der Hauptnutzlast, offiziell als NRO-L55 bezeichnet (für: National Reconnaissance Office Launch 55) befanden sich noch 13 Kleinsatelliten an Bord des Trägers.

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