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Der 37. und letzte Satellitenstart, der 2014 von Russland durchgeführt wurde, erfolgte am 27. Dezember um 22:38 Uhr von Raumfahrtzentrum Baikonur aus. Dabei wurde eine Trägerrakete des Typs Proton M Briz M eingesetzt, um den Kommunikationssatelliten Astra 2G auf eine geostationäre Transferbahn zu transportieren.

Der Start begann am Weltraumbahnhof in der zentralkasachischen Steppe um 22:38 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Mehr als neun Stunden später, nachdem die Orbitaleinheit bestehend aus der Briz M-Oberstufe des Trägers mit dem Satelliten das komplexe Aufstiegsprofil abgeflogen war, wurde der 6.600 Kilogramm schwere Astra 2G auf einer geostationären Transferbahn ausgesetzt. Von hier aus wird er sich mit seinem Bordtriebwerk auf die endgültige geosynchrone Position begeben, von wo er dann in den nächsten15 Jahren Kommunikationsdienste für Europa, Afrika und den Mittleren Osten bereitstellen soll.

Der Start markierte die 401. Proton-Mission seit dem Erstflug der Basisversion dieses Typs im Jahre 1965. Es war der 87. Flug, der unter dem Management von ILS durchgeführt wurde und die 24. Mission, bei der SES eine Proton als Startfahrzeug einsetzte. Der erste Proton-Start für einen SES-Satelliten erfolgte im Jahre 1996. Das damalige Raumfahrzeug war ASTRA 1F.

Der Satellit wurde von Airbus Defence and Space hergestellt und basiert auf dem Eurostar 3000 Satellitenbus. Die Kommunikationsplattform trägt 62 Ku-Band Transponder und vier Ka-Band Transponder und zusätzlich ein separates Ka-Band und X-Band Paket für die Regierung von Luxemburg. Dieses Paket hat vorläufig keinen anderen Zweck, als für Luxemburg ein spezielles Frequenzband zu reservieren, auf dem ein zukünftiger militärischer Kommunikationssatellit operieren soll.

Der Start von ASTRA 2G hätte bereits Mitte 2014 erfolgen sollen, wegen des Fehlstarts einer Proton wurde diese Mission aber aufgeschoben, um die Ermittlung der Fehlerursache durchführen zu können.