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Start Eine Trägerrakete des Typs Proton M brachte am 26. Dezember vom schneebedeckten Kosmodrom in Baikonur aus den russischen Inlands-Nachrichtensatelliten Express AM-5 in den Orbit. Der Start erfolgte um 11:50 Uhr mitteleuropäischer Zeit von der Rampe 81/24 aus. Die Mission war der 10. Einsatz eines Trägers dieses Typs im laufenden Jahr und der neunte Erfolgreiche.

Die Rakete verschwand Sekunden nach der Startzündung in einer dichten Nebeldecke und erreichte nach einer Flugzeit von rund 9 Stunden und 22 Minuten und insgesamt fünf Brennmanövern der Briz M-Oberstufe den vorgesehenen Transferorbit. Neun Minuten später wurde  Express-AM 5 abgesetzt. Er wird nach seiner Indienststellungsphase auf einer Position bei 140 Grad östlicher Länge stationiert werden.

Der Hauptauftragnehmer für den Bau des Satelliten, der russische Raumfahrtkonzern Reshetnew, bestätigte das Entfalten der beiden Solargeneratoren. Sie liefern zu Beginn der Mission eine elektrische Leistung von 14,2 Kilowatt. Das Startgewicht von Express AM 5 betrug 3.400 Kilogramm. Das Raumfahrzeug basiert auf der neuen Express 2000-Plattform und ist mit 30 C-Band-, 12 Ka-Band, 40 Ku-Band- und 2 L-Band-Transpondern ausgerüstet. Die technische Lebensdauer wird auf 15 Jahren veranschlagt.

Reshetnew fungierte als Hauptauftragnehmer und stellte den Satellitenbus mit den Subsystemen zur Verfügung. Die Nutzlast stammt vom kanadischen Elektronik-Konzern MDA. Betrieben wird das Raumfahrzeug von RSCC, der „Russian Satellit Communications Corporation“.

Seine endgültige Position wird Express-AM 5 mit Hilfe elektrischer Triebwerken ansteuern. Das wird etwa 90 Tage dauern. Für einen in Russland gebauten Satelliten ist es das erste Mal, dass der geostationäre Orbit aus dem Transferorbit heraus mit elektrischem Antrieb erreicht wird. Das Raumfahrzeug soll nach derzeitiger Planung etwa Mitte Mai 2014 seinen Dienst aufnehmen.