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Kim Yong un

Am 12. Dezember, um 1:49 Uhr mitteleuropäischer Zeit startete eine Trägerrakete des Typs Unha 3 vom Sohae Satellitenzentrum aus mit dem Satelliten Kwangmyŏngsŏng 3 an Bord in eine annähernd polare Umlaufbahn. Damit gelang der Nordkorea nach drei Fehlversuchen erstmals ein Satellitenstart von eigenem Boden und mit eigener Technik. Der letzte Versuch war erst im April dieses Jahres gescheitert.


Der Satellit Kwangmyŏngsŏng 3 ist rechteckig mit einer Höhe von 1,40 m, einer Breite von etwa 60 cm sowie einer Tiefe von ca. 70 Zentimeter.  Die Masse des Raumfahrzeugs beträgt etwa 100 kg. Der Raumfahrzeug ist an der Außenseite mit Solarzellen zur Energieversorgung versehen und verfügt über eine Kamera. Nach nordkoreanischen Angaben soll damit Erderkundung betrieben werden.

Der Satellit erreichte nach Angaben verschiedener Quellen eine Umlaufbahn in einer Höhe von etwa 500 km bei einer Bahnneigung von 97,4 Grad. Auf diesem Orbit sollte er an sich etwa 2 Jahre lang Daten liefern. Es sieht jedoch danach aus, als hätte das Raumfahrzeug nach dem erfolgreichen Start nicht aktiviert werden können.

Doch auch wenn sie der Satellit nicht meldet: Mit diesem Start ist Nordkorea das zehnte Land weltweit, das mit einer eigenen Trägerrakete Nutzlasten in eine Erdumlaufbahn befördern kann. Dies gelang zuvor nur der Sowjetunion 1957, den USA (1958), Frankreich (1965), Japan (1970), China (1970), Großbritannien (1971), Indien (1980), Israel (1988) und dem Iran (2009).