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Sojus 2.1a StartEine  russische Trägerrakete des Typs Sojus 2-1.a „Fregat“ brachte in der Nacht vom ersten auf den zweiten Dezember den französischen Erdbeobachtungssatelliten Pleiades 1B in eine polare Erdumlaufbahn. Der Start erfolgte vom Guyana Space Center in Kourou. Für die Mission wurde die tropentaugliche Version dieses russischen Standardträgers eingesetzt, die manchmal auch als Sojus ST-A bezeichnet wird.

Die Mission mit der Bezeichnung VS 04 (für: Vol Sojus No. 4) begann um 3:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit am 2. Dezember, entsprechend 23:04 Uhr Ortszeit am 1. Dezember. Nach dem Brennschluss der drei Hauptstufen führte die Orbitaleinheit, bestehend aus der Fregat-Oberstufe und dem Satelliten noch zwei weitere Brennmanöver durch. 55 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe gab die Oberstufe das Raumfahrzeug frei, womit die Mission des Trägers abgeschlossen war. Danach war ein Orbit mit einer Bahnneigung zum Äquator von 98,2 Grad und einer Flughöhe von 710 Kilometern erreicht.

Eine Stunde nach dem Absetzen des Satelliten führte die Fregat noch einen Deorbit-Burn durch, um sich selbst wieder aus der Umlaufbahn zu bringen. Sie verglühte danach über dem Indischen Ozean.

Die Mission war der vierte Einsatz einer Sojus-Trägerrakete vom europäischen Startgelände aus. Bei Starts in Guyana ist der einzigartige Zündverlauf der Sojus besonders gut zu beobachten, sie beginnt bei diesem Träger nämlich bereits 19 Sekunden vor dem Abheben. 14 Sekunden vor dem Abheben haben Turbopumpen und Schub einen Leerlaufstatus erreicht, zehn Sekunden vor dem Start laufen die Turbopumpen mit Startleistung und der volle Schub wird bereits fünf Sekunden vor dem Verlassen der Startrampe erzeugt. Danach werden alle Systeme bei laufenden Triebwerken überprüft bevor die Rakete schließlich von den Halteklammern freigegeben wird.

Die beiden Pleiades-Satelliten wurden gemeinsam von Astrium und Alcatel Space hergestellt. Sie wiegen jeweils etwa 1.000 Kilogramm. Ihre drei Solargeneratoren leisten insgesamt etwa 1,5 Kilowatt. Sie sind jeweils mit einem 60-Zentimeter Korsch-Teleskop ausgerüstet und in der Lage, Details auf der Erdoberfläche abzubilden, die nur 50 Zentimeter groß sind.