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StartAm 14. November brachte eine Trägerrakete des Typs Sojus 2.1a „Fregat“ den militärischen Kommunikationssatelliten Meridian 6 in eine stark elliptische Umlaufbahn hoher Inklination. Der Start erfolgte um 12.42 Uhr mitteleuropäischer Zeit vom renovierten Startplatz 43 im nordrussischen Kosmodrom Plesezk.

Die Fregat-Oberstufe gab den Satelliten nach drei Brennmanövern, gut zwei Stunden nach dem Verlassen der Startrampe frei.

Satelliten der Meridian-Serie operieren von so genannten Molnija-Orbits aus und können auf diese Weise Kommunikationsdienstleistungen auch in hohe nördlichen Breiten zur Verfügung stellen, in denen Satelliten auf geostationären Bahnen bereits unter dem Horizont sind. Zielorbit ist eine Bahn mit einem Perigäum von etwa 900 km, einem Apogäum von gut 40.000 Kilometern und einer Bahnneigung von 62,8 Grad.

Das von ISS Reshetnev gebaute Raumfahrzeug basiert auf einem ähnlichen Bus wie die russischen Navigationssatelliten des Typs Glonass-M.

Die Meridian-Satelliten sollen und nach die älteren Einheiten der Molnija-Serie ersetzen. Bisher hatte man mit den Raumfahrzeugen und den dafür ausgewählten Trägern allerdings wenig Glück. Meridian 1 fiel bereits nach zwei Jahren Einsatz aus, Meridian 2 und 5 strandeten auf zu niedrige Bahnen.

So sind bisher nur zwei Satelliten dieses Typs im Dienst. Über sie läuft in erster Linie militärische Kommunikation mit Flugzeugen oder Schiffen in der Nordpolarregion sowie im Fernen Osten Russlands.

Der Start des nächsten Satelliten dieser Serie, Meridian 7, ist für 2013 geplant.