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Proton M Startvorbereitung CR ChrunitschevAm 14. November hob eine Trägerrakete des Typs Proton M Breeze M vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, und beförderte den US Kommunikationssatelliten SkyTerra1 in den geostationären Transferorbit. Eigentümer des Raumfahrzeugs ist der Mobilfunk-Dienstleister "LightSquared", der seinen Sitz in Reston, im US-Bundesstaat Virginia hat. SkyTerra1 soll Nordamerika mit Telefonie- und Internetdiensten für Funktelefone und andere mobile Endgeräte versorgen.

Der Start der von International Launch Services vermarkteten Rakete erfolgte um 21:29 Uhr Ortszeit, entsprechend 18:29 mitteleuropäischer Zeit. Der von Chrunitschew in Russland hergestellte Träger setzte die ersten drei Raketenstufen ein, um die Orbitaleinheit, bestehend aus der Breeze-M Oberstufe und der Nutzlast, auf eine Suborbitalbahn knapp unterhalb der Orbitgeschwindigkeit zu befördern. Nach neun Minuten und einundvierzig Sekunden Flugzeit trennte sich der Orbitalkomplex von der dritten Stufe.

Eine erste Zündung der ebenfalls von Chrunitschew hergestellten Breeze-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit zunächst in einen niedrigen Parkorbit. Neun Stunden und 14 Minuten nach dem Verlassen der Startrampe und nach weiteren vier Brennphasen wurde SkyTerra1 schließlich in einem geostationären Transferorbit ausgesetzt. Der erdnächste Punkt der  Bahnellipse betrug danach 6.053 Kilometer, der erdfernste 35.800 Kilometer und die Bahnneigung zum Äquator lag bei 18,6 Grad.  Damit war der 361. Flug einer Proton-Rakete und die zehnte Proton Mission dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen.

SkyTerra 1 ist mit 152 Transpondern für das L- und Ku-Band ausgerüstetet und der bislang größte Satellit von LightSquared. Er weist eine  Startmasse von 5.360 Kilogramm auf. Seine Einsatzposition wird bei 101,3 Grad West liegen, die er unter Nutzung des Aerojet R-4D-15 Apogäumsmotors erreichen soll, einem 445N leistenden Triebwerk, dessen Einsatzhistorie bis auf das Apollo-Programm zurückgeht.

Der Satellit ist mit einer von Harris hergestellten Antenne für das L-Band ausgestattet, deren Reflektor einen Durchmesser von 22 Metern aufweist. Es ist die größte Entfaltantenne, die je in einem kommerziellen Kommunikationssatelliten verwendet wurde. Außerdem besitzt er eine ausklappbare Ku-Band-Antenne mit einem Durchmesser von 1,5 Metern.

Astra  

Zusammen mit SkyTerra 2, der in naher Zukunft in den Weltraum gebracht werden soll, wird SkyTerra 1 auch als Ersatz für die älteren seinerzeit von Hughes gebauten, 1995 und 1996 ins All transportierten MSAT 1 und MSAT 2 dienen. Die erwartete Lebensdauer des von Boeing gebauten und auf der BSS-702GEM-Plattform basierenden SkyTerra 1 beträgt 15 Jahre.

Die beiden Solarzellenausleger des Trabanten sind so ausgelegt, dass sie am Ende ihrer Einsatzzeit noch 13 kW elektrische Leistung bereitstellen. Sie geben dem Raumfahrzeug eine Spannweite von 41 Metern und setzen sich aus je fünf Segmenten mit Galliumarsenid-Solarzellen zusammen.