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H-2A Start; Credit: AFP Das kennen wir sonst nur von Russland oder China: Eine militärische Weltraummission die so topgeheim ist, dass die japanischen Offiziellen sogar die sonst ständig aktive Webcam am Tanegashima-Weltraumzentrum vom Startturm wegdrehten und der Start selbst im Vorfeld nicht angekündigt wurde. Trotzdem gibt es eine äußerst ungewöhnliche Perspektive des Starts, die sie sich unbedingt hier anschauen sollten.

Weiterlesen: Geheimer japanischer Späher unterwegs

Credit: NASA Mit einer perfekten Landung beendete Commander Charlie Hobaugh am Freitag um 9:44 Uhr ostamerikanischer Ortszeit die Shuttle Mission STS 129 auf der Landebahn 33 des Kennedy Space Centers. Selbst altgediente Veteranen des Raumfähren-Programms können sich nicht erinnern, jemals eine so reibungslose Mission erlebt zu haben. Bereits der Start am 16. November von der Startrampe 39A gelang pünktlich auf die Sekunde zum Monate zuvor geplanten Zeitpunkt. Beim Aufstieg in den Orbit wurde kein einziges wesentliches "Schadensereignis" registriert: keine einzige der sonst üblichen Abplatzungen der Schaumstoffisolierung, die potentiell sehr gefährlich werden können, wie die Columbia-Katastrophe zeigte.

Weiterlesen: Perfekte Mission beendet

Klimatisierung Nutzlastverkleidung; Credit: Chrunitschew Die hohe Startfrequenz hält unvermindert an. Am 24. November fand in Baikonur, Kasachstan, bereits die 68. Raumfahrtmission des Jahres 2009 statt. Diese Zahl war der Endstand des vergangenen Jahres gewesen und schon da die höchste Missionszahl seit acht Jahren. Gestern nun, um 14:19 Uhr mitteleuropäischer Zeit (18:29 Uhr zentralasiatischer Zeit), startete eine Proton M Breeze M von der Startanlage 39 des Weltraumbahnhofs mit dem europäischen Nachrichtensatelliten Eutelsat W7 in den Orbit. Der Flug hatte sich um einen Tag verzögert, weil die Genehmigung der kasachischen Behörden noch nicht eingetroffen war. Seit Russlands zentraler Weltraumbahnhof in Kasachstan liegt kommt es immer wieder zu politischen Sticheleien dieser Art.

Weiterlesen: Und noch ein Nachrichtensatellit…

Credit: ULA Pat Corkery Die Atlas 5 ist eine extrem teure Trägerrakete und wird demzufolge fast ausschließlich für US-Regierungsmissionen verwendet. Nur gelegentlich werden auch für kommerzielle Anbieter Starts durchgeführt. Einer dieser wenigen und für die absehbare Zukunft auch die letzte kommerzielle Mission fand am 23. November von Cap Canaveral aus statt. Eingesetzt wurde die Atlas in der selten geflogenen Konfiguration 431, mit einer Nutzlastverkleidung von vier Metern Durchmesser, drei Feststoffmotoren und einem einzelnen Centaur-Triebwerk in der zweiten Stufe. In dieser Version ist die Atlas erst einmal geflogen, und zwar im März 2005 beim Start des Mobilfunksatelliten Inmarsat 4-F1.

Weiterlesen: Atlas 5 bringt Intelsat 14 in den Orbit

Kosmos 2455 Lotos S: Credit: Ossiossim Russland startete am Freitag Mittag um 11.44 Uhr mitteuropäischer Zeit einen neuartigen militärischen Beobachtungssatelliten mit der Bezeichnung Kosmos 2455. Der Start des Raumfahrzeugs, der mit einer Trägerrakete des Typs Sojus U in seine Umlaufbahn befördert wurde, erfolgte von der russischen Weltraumbasis Plesetzk. Die Sojus lieferte den Satelliten auf einer recht eigenwilligen Bahn ab, mit einem niedrigsten Bahnpunkt von nur 195 Kilometern, einem höchsten Bahnpunkt von 900 Kilometern und einer Bahnneigung von 67,2 Grad zum Äquator.

Weiterlesen: Kosmos 2455 späht für Russland

Atlantis vor dem Start; Credit: NASA Es ist ein wenig gespenstisch, wenn man sich dieser Tage auf die Shuttle-Homepage des Johnson Spaceflight Centers der NASA begibt, denn dort (links unten - remaining missions) findet ein seltsamer Countdown statt. Was hier heruntergezählt wird, sind nicht Stunden, Minuten und Sekunden bis zum Start eines Shuttles, sondern die verbleibende Anzahl der Missionen bis das Raumfährenprogramm ausläuft. Die Liste wird immer kürzer, und ist jetzt, zusammen mit der Mission STS 129, die ja schon unterwegs ist, nur noch sechs Positionen lang. Nur noch fünfmal wird also ein amerikanischer Shuttle in den Orbit starten, sollte sich nicht Präsident Obama für eine - in jedem Fall nur begrenzte - Programmverlängerung entscheiden.

Weiterlesen: Da waren es nur noch fünf…

Start Long March 2C; Credit: CN west Weniger als 24 Stunden nach der ersten Ankündigung sandte China am 12. November einen Forschungssatelliten der Shijian-Reihe in den Orbit.  Shijan 11-10, so die Bezeichnung des Raumfahrzeugs ist, wurde mit einer Trägerrakete des Typs Langer Marsch 2C in den Weltraum befördert. Der Liftoff erfolgte um 10:45 Uhr chinesischer Ortszeit (3:45 Uhr mitteleuropäischer Zeit).  Startort war das Raumfahrtzentrum Jiuquan in Nordchina. In dieser Gegend ist heuer schon der Winter eingekehrt, und so hob der zweitstufige Träger auf dem Flammenstrahl seiner vier mit Hydrazin und Stickstofftetroxid betriebenen Haupttriebwerke vom einem schneebedeckten Raumfahrtzentrum ab.

Weiterlesen: Praxis im Orbit

MIM2 Miniresearch-Module; Credit: Roskosmos Die historische Startanlage Nummer 1 in Baikonur, von der aus im April 1961 Juri Gagarin den ersten Orbitalflug eines Menschen unternahm, ist bekanntlich bis auf den heutigen Tag in Betrieb. Was weniger bekannt ist: Diese Startanlage wird nicht nur für die bemannten Sojus-Flüge eingesetzt, sondern auch für unbemannte Missionen. Bereits Sputnik 1 startete von dort.

Weiterlesen: Von Nummer 1 zur ISS

Freigabe Proba; Credit: ESA In der Nacht vom 1. auf den 2. November wurden vom nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetzk zwei Forschungssatelliten der ESA mit einer einzelnen Trägerrakete in getrennte polare Erdumlaufbahnen befördert. Eines der beiden Raumfahrzeuge - SMOS - wird für  Untersuchungen der Bodenfeuchtigkeit und des Salzgehalts der Ozeane eingesetzt, bei dem anderen handelt es sich um den zweite Demonstrationssatelliten des ESA-Projektes für Bordautonomie (PROBA-2). Als Träger wurde eine modifizierte Interkontinentalrakete des Typs SS-19 eingesetzt, besser bekannt unter ihrem zivilen Namen "Rokot". An der Spitze des Trägers befand sich eine hoch bewegliche Oberstufe des Typs "Breeze KM", die ihrerseit wiederum die beiden Raumfahrzeuge trug. Diese Oberstufe ist in der Lage mehrere Satelliten auf unterschiedlichen Bahnen abzusetzen.

Weiterlesen: SMOS und PROBA-2 im Orbit