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Startanlage Musadan-ri Credit: globalsecurity Die Hysterie, die Nordkoreas angeblicher Satellitenstart schon weit im Vorfeld auslöste, war kaum noch zu übertreffen. Schon Wochen vor dem Flugversuch drohten Japan und die USA die Rakete abzuschießen, wenn sie sie sich den jeweiligen Ländern nähern sollte. Grund genug, die Fakten darzustellen und den Leser einzuladen, sich selbst ein Bild machen. Der eine oder andere Splitter an "Meinung" mag mir aber gestattet sein.

Als der Start am vergangenen Samstag tatsächlich erfolgt war, steigerte sich das Crescendo weiter. Speziell die japanischen Medien gerierten sich, als wäre ein nuklearer Anschlag nur knapp gescheitert. Presse, Funk, Fernsehen und Internet „beruhigten“ die Bevölkerung in dem sie berichteten es habe keinen „Fallout“ auf Japan gegeben. Eine Wortwahl, bei der mit der Angst vor einer nuklearen Kontamination Kasse gemacht wurde, anstatt die Menschen über das theoretisch mögliche Niedergehen einer ausgebrannten Raketenstufe zu informieren.

Weiterlesen: Hysterie um Taepodong (Teil 1)

Payload Fairing mit Missionslogo; Credit: ULA Pat Corkery Mit einem perfekten Nachtstart um 20:31 Uhr Ortszeit in Cap Canaveral (02:31 Uhr am folgenden Tag mitteleuropäischer Zeit) brachte eine Atlas 5-421 den militärischen Kommunikationssatelliten "Wideband Global Satcom 2", kurz WGS 2, in einen geostationären Transferorbit. Der Start hatte sich wegen verschiedener technischer Probleme um mehrere Monate verzögert, aber an diesem Abend klappte alles vorzüglich.

Weiterlesen: US-Militärsatellit gestartet

Missionslogo; Credit: ILS Eine russische Trägerrakete des Typs Proton M Breeze M brachte am Freitagabend den 5,9 Tonnen schweren europäischen Nachrichtensatelliten Eutelsat W2A in einen geostationären Transferorbit. Der Start erfolgte von der Rampe 39 der Startanlage 200 in Baikonur, Kasachstan.

Zählt man alle Baureihen dieses Trägertyps mit, dann war dies der 344. Einsatz einer Proton. Pünktlich zu Beginn des Startfensters, um 17:42 Uhr mitteleuropäische Zeit, zündeten die sechs NPO Energomash RD-276 Triebwerke, die einen kombinierten Schub von mehr als 1.000 Tonnen leisten.  
Weiterlesen: Proton bringt Mehrzwecksatelliten in den Orbit

Constellation GPS; Credit: Wikipedia Vor nunmehr 31 Jahren wurden für das globale weltraumgestützte Navigationssystem GPS der USA die ersten Satelliten mitTrägerraketen der Typen Atlas E und F von Vandenberg aus ins All geliefert.  Elf Raumfahrzeuge dieser "Block 1" genannten Serie wurden erfolgreich gestartet, bei einem, der siebten Flugeinheit, ereignete sich ein Fehlstart.

Ab der zweiten Serie von GPS-Raumfahrzeugen, übernahm die Delta 2 den Transport der Raumfahrzeuge in den Orbit. Seitdem brachte sie neun GPS-Satelliten des Typs "Block 2" in den Orbit, 18 Einheiten der Serie "Block IIA", 12 Einheiten "Block IIR" und bislang sieben Einheiten der Serie "Block IIR-M". Bei all diesen vielen Missionen kam es nur zu einem Fehlstart. Der ereignete sich am 17. Januar 1997, als der Träger 13 Sekunden nach dem Abheben wegen eines Versagens eines Feststoff-Boosters explodierte.

Weiterlesen: Neuer Navigationssatellit im Orbit

GOCE artists impression; Credit: ESA Der "Schwerefeld-Surfer“ GOCE (für: Gravity-Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) wurde am 17. März erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Der Transport in den Orbit wurde um 15:21 Uhr mitteleuropäischer Zeit von einer russischen Trägerrakete des Typs Rockot Breeze KM durchgeführt.

 
 
 
Weiterlesen: GOCE surft im Orbit

Discovery vor dem Start; Credit: NASA In der Nacht von Sonntag auf Montag klappte alles wie am Schnürchen. Um 0:47 Uhr mitteleuropäischer Zeit, auf die Minute pünktlich, zündeten die drei Haupttriebwerke der Discovery, wenige Sekunden später gefolgt von den beiden mächtigen Feststoffboostern und brachten die Raumfähre danach innerhalb von achteinhalb Minuten auf eine Erdumlaufbahn.

Weiterlesen: Discovery startet im Sonnenuntergang

Keplers BeobachtungsfeldZwei Tage nach dem Start passierte Kepler die Umlaufbahn des Mondes und befindet sich jetzt auf einem heliozentrischen Orbit mit einer Umlaufperiode um die Sonne von 373 Tagen. Seine vorläufige Position wird er in einem Abstand von etwa 15 Millionen Kilometern von der Erde finden. Der Grund für die Wahl einer solaren Umlaufbahn liegt darin, dass die Erde in dieser Entfernung keinen der Zielsterne abschattet und durch die Erde verursachte Gravitationseffekte auf die Bahn der Raumsonde ausgeschlossen sind.

Weiterlesen: Kepler sucht nach neuen Welten (Teil 2)

Sternfeld, das Kepler beobachtet Sehen Sie sich das Eingangsbild einmal genau an. Was erkennen Sie da? Es ist nicht so ohne weiteres und auf Anhieb erkennbar, aber den astronomisch vorgebildeten Lesern wird schnell klar: Es ist eine kleine Himmelsregion zwischen den Sternbildern Leier und Schwan, in der Mitte zwischen Wega und Deneb. Diese Himmelsregion wird von nun an unter permanenter Beobachtung stehen, und zwar durch Amerikas neueste Raumsonde. Mehr als dreieinhalb Jahre lang wird sie ununterbrochen auf diese eine Stelle am Himmel starren. Aber beginnen wir von vorne...
Weiterlesen: Kepler sucht nach neuen Welten (Teil 1)